Hyperemesis Gravidarum: Hilfe, Tipps und Erfahrungen

Zwei kleine Wörter kritzelte eine Ärztin in das Heftchen, nachdem ich an einem Samstag Vormittag drei Stunden in der Notfallambulanz gewartet hatte. Der Tiefpunkt war erreicht, ich konnte einfach nicht mehr, aber immerhin hatte der Zustand nun einen Namen. „hyperemesis gravidarum“.

Dieser Artikel entstand ursprünglich als reiner Erfahrungsbericht. Ich merkte aber schnell, wie viele Schwangere ihn lasen und auf der Suche nach Ratschlägen waren. Kein Wunder: es gibt um die 29.000 Fälle im Jahr! Und auf vor der Prominenz macht die Krankheit nicht halt: die wohl berühmteste an Hyperemesis gravidarum Leidende ist wohl Herzogin Kate.

Ich habe nun meine eigenen Hyperemesis Gravidarum-Erfahrungen um Hilfen, Tipps und eine Linkliste am Ende erweitert.

Meine Hyperemesis gravidarum-Erfahrung: Schwangersein und Übelkeit gehören wohl zusammen?

Aber der Reihe nach. In der siebten Schwangerschaftswoche besuchte ich das erste Mal meinen Frauenarzt, weil ich schon seit 2 Wochen wusste, dass ich schwanger war und wir schauen wollten, ob alles gut ist. 6+2.

Natürlich war ich aufgeregt, als ich bestätigt bekam, dass in meinem Bauch ein kleines Herzchen vor sich her blubberte und natürlich war ich noch aufgeregter, als ich gleich nach dem Termin meiner Mama eine SMS schickte „Du wirst wieder Oma.“ (Meine Schwester hatte bereits eine Tochter.) Was für ein aufregender Moment!

Ich weihte auch sofort alle Freunde ein, obwohl die ersten 12 Wochen noch nicht überstanden waren. Meine Vorfreude war riesig! Zu dem Zeitpunkt war ich 24 Jahre alt und fuhr kurz darauf zum Ende der Semesterferien 2012 mit meiner Freundin A. nach Holland. Wir besuchten einen Freund und erkundeten gemeinsam Amsterdam. In diesem Urlaub wurde mir das erste Mal morgens schlecht. „Alles klar“, dachte ich. Davon hatte man ja gehört. „Hallo Schwangerschaftsübelkeit.“

kugelbauch
Foto: Katja Kemnitz

Hyperemesis gravidarum-Symptome: Ist das noch normal oder schon krankhaft?

Zurück aus dem Urlaub erreichte die Morgenübelkeit völlig neue Dimensionen. Ich übergab mich nicht nur morgens, sondern auch mittags und abends. Immer und immer und immer wieder. Es war eklig und unfassbar anstrengend und mein Frauenarzt verschrieb mir erstmal Vomex A. Er war zuversichtlich, dass es besser wird.

Zu Spitzenzeiten übergab ich mich alle 20 Minuten.

Ich lag vor dem Fernseher und ließ die Staffeln Friends immer wieder durchlaufen. Nach dem Erbrechen beruhigte sich die Übelkeit und klang etwas ab, aber in rasender Geschwindkeit nahm sie dann auch schon wieder zu, bis ich mich neu übergeben musste. Wieder schleppte ich mich zum Bad, spülte dort den Blech-Brech-Eimer aus und kehrte zum Sofa zurück.

Was ist Hyperemesis gravidarum? – eine Definition

Eine unter der Krankheit Hyperemesis gravidarum leidende Frau muss sich zwischen 5 und 50 mal am Tag übergeben und kann zeitweise weder feste Nahrung noch Flüssigkeit bei sich behalten. Diese extremen Übelkeitsattacken ziehen sich häufig über Stunden und enden meistens mit der völligen Erschöpfung der Frau.

Ärzte sprechen von Hyperemesis gravidarum, wenn sich eine schwangere Frauen mehr als zehnmal täglich übergeben muss, also weder Essen noch Getränke bei sich behalten kann, und wenn sie mehr als fünf Prozent ihres Körpergewichtes verliert.

Fakten zu Hyperemesis gravidarum:

  • Bis zu 2 % der schwangeren Frauen sind betroffen.
  • Beginn: 6-8te Schwangerschaftswoche
  • Ende: um die 20ste Woche lässt die Übelkeit häufig nach.
  • Gewichtsverlust von mehr als 5 %
  • Dehydrierung (Flüssigkeitsmangel)

Es ist nicht verwunderlich, dass viele Frauen in dieser Situation Depressionen bekommen und sogar über den Abbruch der Schwangerschaft nachdenken. Im MSD Manuel, einer Ausgabe für medizinische Fachkreise fand ich es sogar wortwörtlich unter den Schwangerschaftsanomalien Hyperemesis gravidarum:

„Bei zunehmendem Gewichtsverlust, Ikterus oder anhaltender Tachykardie trotz angemessener Therapie kann eine Beendigung der Schwangerschaft angeboten werden.“

Emesis gravidarum vs. Hyperemesis gravidarum

In der Literatur wird streng zwischen Emesis gravidarum als normaler „Schwangerschaftsübelkeit“ und Hyperemesis gravidarum unterschieden. Ich finde diese Trennung schwierig. Wenn man nur 4 % Gewicht verliert oder sich nur 5 Mal täglich übergibt, leidet die Schwangere trotzdem. Sollte das als „nicht krankhaft“ gelten?, frage ich mich.

Übelkeit und Erbrechen werden mit dem Stempel „Schwangerschaftsübelkeit“ unter den Teppisch gekehrt. Es ist „normal“, dabei ist es überhaupt nicht NORMAL, sich ständig zu übergeben. Nur weil die Ursache bekannt ist (Schwangerschaft), ist man trotzdem krank. Ich wünschte, wir wären 2021 schon weiter und hätten wirksame Hilfen für gebärende Frauen, um dieses Leiden loszuwerden. Ganz gleich ob „nur“ Schwangerschaftsübelkeit oder Hyperemesis gravidarum.

Wann wird die Schwangerschaftsübelkeit besser?

Es gab wenige Tage, an denen ich morgens aufwachte, und meinen Alltag ganz gut bestreiten konnte. Dann machte die Übelkeit Pause, solange ich nicht auf die Idee kam, etwas zu essen. Flüssigkeit gelang auch nur in winzigen Mengen über meine Lippen.

Meine Mama und meine Schwester bestätigten mir, dass sie ebenfalls eine Woche lang richtig an Schwangerschaftsübelkeit gelitten hatten, aber dass es dann besser wurde. Ich hielt also tapfer die erste Woche durch, dann die zweite Woche. Mein Arzt verschrieb mir Vomex und MCP-Tropfen, die beide nicht halfen.

Hyperemesis gravidarum: Medikamente

Es gibt einige Medikamente gegen Schwangerschaftsübelkeit. Mir half vor allem Agyrax. Die folgenden Medikamente sollen die Übelkeit bei Hyperemesis gravidarum lindern:

  • Nausema
  • Vomex A
  • MCP-Tropfen
  • Agyrax (Leider ist das Medikament meines Wissens nach aufgrund ökonomischer Erwägungen der Hersteller nicht auf dem deutschen Markt erhältlich, jedoch im benachbarten europäischen Ausland. Ich habe es aber in Versand-Apotheken gesehen.)
  • Infusionen im Krankenhaus
  • Zofran

Hyperemesis gravidarum: natürliche Therapie

Die natürlichen Mittel sollen Schwangeren mit Hyperemesis gravidarum helfen:

  • Fenchel
  • Ingwer
  • Fishermens Friends
  • Cola
  • lauwarmes Wasser
  • Tees mit Pfefferminz, Melisse, Kamille, Fenchel oder Anis
  • Zitrusfrüchte
  • Akupressur (Gummis ums Handgelenk)
  • Akupunktur
  • Autogenes Training

Und dann bekam meine Übelkeit einen neuen Namen: Hyperemesis Gravidarum

In der 12ten Schwangerschaftswoche saß ich nun also vor der Ärztin im Krankenhaus. Sie fragte, was ich heute schon gegessen habe. „Zwei Stück Mandarinen, aber sie sind nicht drin geblieben.“ Wie oft ich mich übergebe?, wollte sie wissen.

„Ich bin seit drei Stunden hier und habe mich zweimal übergeben“, sagte ich.

Dresden Mutti schwanger
Foto: Katja Kemnitz

Mein Gewichtsverlauf zeigte eine Gerade nach unten. Bei 68 kg gestartet, wog ich inzwischen noch 58 kg. Seit den beiden Messungen waren gerade einmal 4 Wochen vergangen. Die fallende Gerade meines Gewichtsverlaufs zeigte sehr deutlich den gesamten Verlauf der Schwangerschaft an. Es ging nur immer weiter nach unten. Ich konnte nicht mehr!

Hyperemesis gravidarum-Therapie: Aufpeppeln im Krankenhaus

Im Krankenhaus ging die Gefühls-Kurve der Schwangerschaft wieder nach oben, denn man peppelte mich mit Infusionen wieder auf. Seit 4 Wochen hatte ich gefühlt gar nichts gegessen und konnte nun endlich wieder kauen, schlucken und das Essen drin behalten. Es schmeckte alles so verdammt köstlich im Krankenhaus! Graubrot mit Käse – Ich war im Himmel!

Wann hört die Übelkeit in der Schwangerschaft auf?

Nach dem Krankenhausbesuch war vor dem Krankenhausbesuch. Obwohl die ersten drei Monate verstrichen waren, kam mein Körper einfach nicht auf die Hormone klar und ich spuckte erneut alles aus, was den Weg in mein Inneres gefunden hatte.

Mit zunehmender Schwangerschaft nahmen zum Glück die „guten“ Tage zu und ich musste nicht mehr jeden Tag leiden. So konnten wir einen Monat vor Geburtstermin sogar noch heiraten. Trotzdem zog sich die Hyperemesis Gravidarum bis zum Ende hin durch und blieb ein bedrohlicher Teil der Schwangerschaft.

Ich merkte in der Regel schon morgens, wenn der Tag nichts Gutes bringen würde. Wenn der Tag über der Kloschüssel begann, erwartete mich bis zum Abend auch nichts anderes mehr.

Hyperemesis gravidarum-Ursachen: Was sagte die Hebamme?

Da ich mein erstes Kind bekam, ging bei der Caritas zu einer Schwangerschaftsberatung – nicht ohne mich vorher noch auf dem Weg dahin im Park zu übergeben (PEINLICH!). Dort machte ich einen Termin in einer Hebammensprechstunde aus.

Die Hebamme nahm sich auch tatsächlich viel Zeit für mich, anders als ich es von meinem Arzt gewohnt war. Allerdings erklärte sie sich die Übelkeit einfach mit Stress. Ich würde zu viel machen (Studieren, Arbeiten) und mein Körper würde mich daher schonmal lahmlegen, denn mit Baby ginge es in dem Takt auch nicht weiter. Ich wurde mit dieser Erklärung überhaupt nicht warm. Was hatte ich bereits aus meinem Leben reduziert?

Ich hatte …

  • mein Ehrenamt niedergelegt
  • schrieb nicht mehr fürs Onlinemagazin der Uni
  • hatte auch das Theaterspielen aufgegeben
  • hatte mich vom Volleyball abgemeldet.

Natürlich blieben meine Nebenjobs und mein Studium, aber damit fühlte ich mich im Grunde ganz entspannt – wenn nur diese Übelkeit und das Erbrechen nicht wären! Am Ende verschrieb sie mir homöopathische Kügelchen, die nicht halfen, und Tee, der nicht wirkte.

Hyperemesis gravidarum in der zweiten Schwangerschaft: wird es besser?

Ich ließ mich recht schnell auf eine neue Schwangerschaft ein, als Maxi 8 Monate alt war. Wir hatten große Freude an Baby Nummer 1 und wollten direkt noch so eine süße Maus. Allerdings fand die Krankheit ebenso schnell wieder zu uns, wie ich schwanger geworden war. Ich hatte wirklich Angst vor dem erneuten Leid. 9 Monate sind ewig lang! Zum Glück entdeckte ich ein neues Medikament, das mir Linderung verschaffte: Agyrax.

Agyrax ist ein Geheimtipp aus dem Internet

Agyrax wird von vielen Betroffenen eingenommen. Einigen hilft es gut, anderen gar nicht. Bei mir war es die Mitte: Es ging mir zumindest besser. Trotzdem übergab ich mich auch in der zweiten Schwangerschaft bis zum Ende hin – das letzte Mal bei 41+1. Im Kreissaal.

Was sind die Ursachen für Hyperemesis Gravidarum?

Früher ging man tatsächlich von einer rein psychischen Krankheit aus, die ich mir für mich nicht hatte vorstellen kann. Beide Kinder waren geplant und ich hatte große Lust darauf, Mama zu werden. Nicht einmal die Geburt machte mir Angst. An guten Tagen fühlte ich mich mit meinem großen Schwangerschaftsbauch sogar mehr als wohl. Auch die Erklärung meiner Hebamme, dass Stress die Ursache sein könnte, traf auf mich zumindest nicht zu.

Heute geht man laut netdoktorvon einer multifaktoriellen Krankheit“ aus. Es gibt also mehrere Faktoren, die zu Hyperemesis gravidarum führen könnten (!):

  • genetische Gründe
  • hormonelle Gründe (z.B. Anstieg von humanem Choringonadotropin oder Plasmaprotein A, PAPP-A)
  • Ängste
  • soziokulturelle Faktoren
  • ethnische Faktoren
  • das Bakterium Helicobacter pylori 
  • junges Alter
  • erste Schwangerschaft
  • Mehrlingsschwangerschaften

Diese Faktoren werden allerdings nur diskutiert. Letztlich ist die Ursache aber ungeklärt.

Hat Hyperemis gravidarum Folgen fürs Kind?

Eine Schwangerschaft mit Hyperemesis gravidarum kann laut Gyn-Depesche verschiedene Folgen haben. Diese Erkenntnisse gibt es:

  • 13 Studien, die das Geschlecht des Babys erfassten, berichteten von einem höheren Mädchenanteil bei HG-Schwangerschaften.
  • Das Risiko eines geringen Geburtsgewichts stieg um 42%.
  • Das Risiko, dass das Kind zu klein für die jeweilige Schwangerschaftswoche ist um 28%.
  • Das Risiko einer Frühgeburt stieg um 32%.
  • Es fand sich KEIN neurologischer Entwicklungsrückstand im Alter von zwölf Monaten.

Tatsächlich habe ich zwei Mädchen geboren. Das eine bei 36+6 mit 3.100g und das andere bei 41+1 mit 4.300g. Also von Größe und Gewicht sehr unterschiedlich, aber keinesfalls zu klein. Lediglich meine erste Tochter kam „zu früh“ auf die Welt, wobei der errechnete Termin ohnehin nicht mehr weit war.

Insgesamt ist die Datenlage zu den langfristigen Folgen einer HG jedoch sehr dürftig. 

Hyperemesis graviadrum – Was hilft / Wer hilft?

Schlimm an Hyperemesis gravidarum ist, wenn man alleine gelassen wird. Ich fühlte mich tatsächlich allein mit der Krankheit, denn sowohl mein Arzt als auch die Hebamme wussten, wie es mir ging. Verschrieben wurden mir Tee und Nausema. Ich übergab mich bis zu dreimal die Stunde und das war alles, was man mir anbot. Müssen Schwangere da einfach durch?

Auf öffentlichen Toiletten klopften Leute gegen meine Tür und fragten, ob alles in Ordnung sei. „Ja, ich bin nur schwanger“, gab ich zurück. Gemeint habe ich: „Nein. Aber ich weiß nicht, wie ich mir helfen kann.“

Hyperemesis Gravidarum sollte als Krankheit viel eher erkannt und auch benannt werden. Bis zu der kleinen Notiz in meinem Mutterheft sprach ich nur von „Schwangerschaftsübelkeit“ und wusste selbst nicht, was los war. Schwangerschaft ist keine Krankheit, oder? … Oft eben doch.

Mit Infusionen kann man wirklich viel erreichen. Ärzte sollten nicht warten, bis die Schwangere heulend im Wartezimmer sitzt, zusammenklappt oder 10 Kilo abnimmt – Man sollte schon vorher eingreifen. Wem nutzt es, wenn Schwangere tapfer Ingwer herunter und dann wieder herauswürgen? Sie brauchen ernsthaft Hilfe.

Ist bei Hyperemesis gravidarum ein Beschäftigungsverbot (BV) möglich?

Grundsätzlich ist ein Beschäftigungsverbot eher selten möglich, wenn eine schwangere Frau wegen einer Krankheit nicht arbeitsfähig ist. Sie wird lediglich krank geschrieben. In erster Linie erhalten diejenigen Frauen ein BV, deren Arbeitsplatz oder deren Arbeit eine Gefährdung für die Schwangerschaft/die Gesundheit darstellt.

Bei der Recherche stieß ich auf Beispiele von Frauen, die dennoch ein Beschäftigungsverbot aufgrund der Hyperemesis gravidarum erhalten haben. Hier ist zu bedenken, dass sich 2018 die Gesetzeslage zum Beschäftigungsverbot verschärft hat und frühere Schwangere noch leichter ein BV bekamen. Einige Ärzte vergeben jedoch individuelle Beschäftigungsverbote – Es scheint im Ermessen des Arztes zu liegen, ob er solch ein BV vergibt oder nicht, wobei es wie gesagt eher selten vorkommt. Eine allgemein gültige Antwort auf die Frage konnte ich leider nicht finden.

Wichtig zu wissen: Elterngeld bei Hyperemesis gravidarum

Der Bemessungszeitraum des Mutterschaftsgeldes wird in § 2b des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz geregelt. Für die Ermittlung des Einkommens werden grundsätzlich die letzten 12 Kalendermonate vor der Geburt herangezogen, doch es bleiben Kalendermonate unberücksichtigt, in denen die Frau „eine Krankheit hatte, die maßgeblich durch eine Schwangerschaft bedingt war“. Diese Regelung ist sehr fair, da sich das Elterngeld reduzieren würde, wenn man die Monate mit dem geringeren Krankengeld zugrunde legen würde.

Im Gesetz wird unter 2b.1.2.1 ein Beispiel gegeben:

Geburt des Kindes 1. Januar 2013. Mutterschaftsgeld und Arbeitgeberzuschuss werden seit dem 20. November 2012 bezogen. Durch eine schwangerschaftsbedingte Erkrankung ist nach dem Ende des Lohnfortzahlungszeitraums vom 5. Juni bis 31. Juli 2012 kein Einkommen bezogen worden. Dann sind für die Einkommensermittlung vor der Geburt die Monate Juni, Juli, November und Dezember 2012 nicht zu berücksichtigen. Zu berücksichtigen ist hingegen das Einkommen der Monate September 2011 bis Mai 2012 und August bis Oktober 2012.

Mein Hyperemesis gravidarum Tipp

Eines solltest du nicht: Durchhalten und abwarten. Du musst dich der Krankheit stellen, denn Hyperemesis Gravidarum wird dich über lange Zeit fest im Griff haben. Niemand würde einen Patienten 9 Monate lang ohne Hilfe unter Magen-Darm leiden lassen. Warum also Schwangere?

Wenn der Arzt nicht von alleine Hilfe anbietet, frage aktiv danach.

Probiere zudem alles mögliche aus, was dir Linderung verschaffen könnte. Bei mir schlug Agyrax an, anderen half schon Nausema oder Vomex A oder sie schwören einfach nur auf den Geruch von Zitrusfrüchten.

Wenn nichts deinen Zustand verbessert, lass dich ins Krankenhaus einweisen, denn dort wird dein Körper einmal komplett durchgecheckt, du erhältst Infusionen, Medikamente und täglich schaut jemand nach deinen Werten und deinem Befinden. Hier kannst du Kraft sammeln.

Ich wünsche allen Betroffenen viel Kraft! Habt ihr noch weitere Tipps für Schwangere, die unter Hyperemesis Gravidarum leiden?

Medizinische Links zu Hyperemesis gravidarum im Internet


Weitere Erfahrungsberichte zu Hyperemesis gravidarum:

deine

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10 Kommentare zu „Hyperemesis Gravidarum: Hilfe, Tipps und Erfahrungen

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  1. Liebe Nadine,
    Das klingt einfach nur furchtbar! Ich bin in der Regel ein Mensch, der schnell mit dem Magen auf unterschiedliche Situationen reagiert. Zum Glück wurde ich aber in beiden Schwangerschaften davon im großen und ganzen verschont. Deine 10 kg weniger sind tatsächlich eine Ansage und du hast völlig recht, auch als schwangere hast du das Recht auf medizinische Hilfe! Ich glaube an deiner Stelle hätte ich tatsächlich meinen Arzt gewechselt.
    Alles Liebe!
    Wioleta von http://www.busymama.de

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    1. Ich bin nicht wirklich auf die Idee gekommen, dass der Zustand so krankhaft ist. Mein Arzt hat mir Medikamente verschrieben oder es mit Akupunktur versucht… nur das war zu wenig. Rückblickend denke ich auch, er hätte mehr versuchen oder mich einfach ins Krankenhaus einweisen sollen. Ich kann deshalb nur anderen raten, sich aktiv Hilfe zu suchen – am besten bei mehreren Stellen.

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  2. Hallo,
    oh ja, da sprichst du ein Thema an… Ich hatte in der ersten Schwangerschaft HG. Über zwanzig Wochen lang war es die Hölle. Weder der FA noch die Hebamme haben erkannt, was los war. Obwohl ich mehrere Kilo an Gewicht verloren hatte und es mir tagtäglich einfach nur unglaublich dreckig ging. Es war die Hölle 😦 Ich wusste allerdings selbst nicht genau, was los war. Auf HG bin ich selbst erst nach mehreren Wochen gestoßen.
    Bei Kind 2 und 3 hatte ich die gesamte Schwangerschaft über tagtäglich „nur“ mit einer sehr starken Übelkeit zu kämpfen – das war dann wie ein Spaziergang im Gegensatz zur ersten Schwangerschaft…
    Liebe Grüße und danke für deinen Bericht!

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    1. Danke für deinen Kommentar. Das bestätigt meine eigene Erfahrung, dass es oftmals nicht erkannt oder unterschätzt wird, dabei sollte ein Arzt schon hellhörig werden, wenn eine Frau mehrere Kilos in der Schwangerschaft verliert und es ihr so schlecht geht…

      Gefällt 1 Person

  3. Ich bin grade schwanger und musste soooo oft an dich denken. In Woche 13 erhielt die Übelkeit Einzug. Ich habe sie immer noch (34. Woche). Ich arbeite im Lebensmitteleinzelhandel, das hat es nicht leichter gemacht. Beschäftigungsverbot bekam ich einfach nicht. (Ok am Ende immerhin ein Teilzeitbeschäftigungsverbot). So oft wie du musste ich mich nicht übergeben. Ich habe erstmal 7 kg abgenommen. Da ich aber eh übergewichtig bin, nahm das keiner als schlimm war. So oft wie du muss ich mich nicht übergeben, im Schnitt einmal am Tag. Schlecht ist mir öfter. Geholfen hat nichts (kein Nausema, Vomex, keine Akkupressur, Ingwer, Fencheltee, vor dem Aufstehen schon was Essen, etc etc).

    Das einzige, was es erträglicher gemacht hat war mein Galgenhumor (ich teile mein Essen in gut und schlecht kotzbar ein und lebe nur noch danach) und dass wenigstens mein Mann und meine Schwägerin (die selbst damit in der Schwangerschaft zu tun hatte) mich ernst nahmen und einfach mal bemitleidet haben.

    Denn meist hatte ich das Gefühl, dass ich nicht ernst genommen werde (ich hab ja eh genug Reserven, da wird es schon nicht so schlimm sein. Bzw ich bin ja schwanger, da ist das halt so. Oder ich bin ja jetzt so weit, so schlimm kann es ja nicht mehr sein).

    Ich hab inzwischen keine Kraft mehr, darüber zu diskutieren. Ich hab so viele Ärzte abtelefoniert, musste so viel auf der Arbeit diskutieren und kam auf so wenig Verständnis/Hilfe. Bzw Hilfe, die was bringt.

    Denn viele „raten“ einen was, was „sicher“ hilft. So, als würde ich es einfach nicht gut genug probieren. Oder „ja wenn du jetzt Pizza isst, kein Wunder!“ (ja, auch ich esse trotzdem mal Pizza. Es kommt eh ALLES raus, egal was ich esse, da möchte ich nicht unseren Gästen beim Essen zu sehen und Zwieback essen, der raus kommt).

    Inzwischen wird es etwas besser, aber ich bin ja auch im Mutterschutz. Alleine zu wissen, ich muss jetzt nicht trotz Übelkeit Lebensmittel verkaufen und dabei freundlich lächeln, nimmt Druck raus. Schlecht ist mir immer noch, übergeben muss ich mich auch noch, aber im Schnitt nur so alle 3-4 Tage mal und das ist schon gut!

    Also ich kann dich soooo gut verstehen und kann nur plädieren, „leidende“ Schwangere ernst zu nehmen. Bemitleidet sie einfach. Gebt keine „unnötigen“ Tipps. Und klar ist Schwangerschaft keine Krankheit, aber dieses Dauerkotzen ist auch nicht nichts! Einfach mal in den Arm nehmen und es zusammen doof finden hilft manchmal schon.

    Ich hoffe natürlich, die Maus lässt mich meinen Mutterschutz noch etwas genießen; trotzdem bin ich auch sooo froh, wenn es dann rum ist. Ich wollte immer unbedingt 2 Kinder (mein Mann nicht :D); aber so wie das bisher gelaufen ist… muss ich gucken, ob ich den Mut finde, das ich das eventuell noch mal durch stehe.

    Sorry für den langen Text! ^^*

    Liebe Grüße,
    EsistJuli

    Gefällt 1 Person

    1. Ich danke dir für den langen Text! Es macht mich richtig traurig, zu lesen, wie es dir geht und vor allem wie dein Umfeld reagiert. Ich fühle echt mit dir! Hoffentlich wird es jetzt zum Ende hin etwas besser und du kannst die Schwangerschaft mehr genießen. Und lass dir bloß nicht die Pizza vermiesen. Iss was geht und genieße sie 😉 Viele Grüße und gute Besserung.

      Gefällt mir

  4. Hi, ich bin das zweite Mal schwanger und habe eine sehr schwere erste ss hinter mir, nix half, vomex jeden Tag und trotzdem bis die kleine kam jeden Tag nur brechen. Jetzt ist die Übelkeit bereits in der sechsten Woche angefangen, bin nachts aufgewacht, weil mir so schlecht war, dann nächsten Tag mittags Galle gespuckt. Gott sei Dank hat mir meine Frauenärztin ein neues Mittel verschrieben, Cariban. Ich nehme drei Kapseln am Tag und es ist auszuhalten. Ich bin so glücklich, ich dachte, ich könnte diese Schwangerschaft nicht schaffen. Bin jetzt 12 ssw und sehe positiv auf die nächsten monate. Hoffe, es bleibt so.
    Also,es gibt hilfe. LG

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