2017 – Zurück in den Osten

Im Juni 2014 habe ich mich ursprünglich auf den Blog „Mutterfreunde“ das erste Mal vorgestellt – das ist nun schon 8 Jahre her. Happy Birthday zum achtjährigen Jubiläum an alle, die über diese lange Zeit immer noch hier dabei sind! So viel hat sich inzwischen getan, auch bei mir.

Wie ging es weiter mit der Studi-Mama aus Bonn?

Vor acht Jahren stellte ich mich als junge Frau von 26 Jahren vor, die eine Tochter auf dem Arm und eine Tochter im Bauch hatte. Meinen Mutterschutz habe ich dazu genutzt, ein kurzes Praktikum im Verlag einzulegen, denn in den Anfängen meines Elternseins studierte ich noch im Master und ging verschiedenen Nebenjobs nach. Mein Mann stemmte die Elternzeit.

Ich beendete mein Studium mit 27 Jahren und dank Ausbildung, Bachelor- und Masterstudium war ich wohl qualifiziert genug für meine erste Stelle, die ich an der Uni in Bonn angeboten bekam. Es war eine aufregende und turbulente erste Zeit mit meinem eigenen Projekt und anfangs 40 Stunden Arbeit, in unserer 2-Zimmer-Wohnung und mit vielen Studentenfreunden.

Wie es aber so im Leben ist, veränderte sich nach und nach aber noch einiges mehr als das abgeschlossene Studium. Da war zum einen die Teilzeit-Arbeit meines Mannes, die er dann schnell fand. Was erstmal gut klingt, stellte uns vor einige Hürden: Ich arbeitete bis 15:30 und er bis 17 Uhr. Wer konnte 14:30 Uhr die Kinder abgeholt haben? Zudem hatte der Kindergarten sehr oft geschlossen – Wer konnte sich jedes Mal Urlaub nehmen? Wie konnte ich auf Dienstreisen gehen? Wer übernimmt die Eingewöhnung der kleinen Tochter?

Als dann nach und nach auch noch unsere Freunde aus Bonn wegzogen, eine schlechte Stimmung zur Vermieterin entstand und ich auch beruflich eigentlich etwas anderes machen wollte, entschieden wir uns für den nächsten großen Schritt: Wir zogen um nach Dresden.

Was ist in Dresden anders als in Bonn?

Die Frauenkirche in Dresden

In Dresden kann man als Familie sehr gut leben, finde ich, denn der Osten ist deutlich mehr auf Familien ausgelegt als der Westen. Vor allem gibt es hier verlässliche Strukturen für Eltern, die arbeiten gehen. Zwar sind die Lebenshaltungskosten in Bonn höher als in Dresden, aber trotzdem wird Familien das Arbeiten eher erschwert und Mutter oder Vater werden quasi zur Teilzeitarbeit gezwungen (Das hat Vorzüge, keine Frage, aber das sollte man doch selbst entscheiden dürfen).

Das neue Kinderzimmer mit Doppelstockbett

Für uns haben sich hier in Dresden zudem neue berufliche Perspektiven ergeben. Ich arbeite inzwischen als Content Marketing Managerin in einer Agentur und mein Mann hat eine nebenberufliche Ausbildung zum Erzieher begonnen. So lernten wir das Leben kennen, wenn beide Vollzeit arbeiten.

Was ist aus den Kindern geworden?

Im Botanischen Garten in Dresden

Meine kleine Tochter wird in wenigen Tagen 8 Jahre alt und hat sich zu einem sehr spannenden Charakter entwickelt. Wild, eigensinnig, ruhig, lieb und dann wieder rebellisch – Was für ein Typ Kind! Durch unseren Umzug nach Dresden hatte sie ein Jahr länger bis zur Einschulung und wir brauchten uns noch nicht zu früh zu fragen, wie das mit der Schule werden wird. Meine große Tochter ist 9 Jahre alt und sehr offen, das öffnet ihr viele Türen.

Elbwiesen in Dresden mit alten Obstbäumen

Was sagt der Mann?

Hin und wieder spielt er in Dresden Magic, hat aber vor allem Kontakte über Arbeit und Berufsschule. Wenn das Sozialleben läuft, fühlt man sich schnell wohl. Ihm gefällt aber auch unsere große Wohnung (von 60 qm auf 90 qm!) und seine Arbeit. Schade ist, dass die nebenberufliche Erzieherausbildung hier schlechter für uns ist. In NRW wurde schon die PiA eingeführt, die praxisintegrierte Ausbildung, die nur über 3 Jahre läuft. Mein Mann muss hingegen 4 Jahre lang Mittwoch abends, Freitags komplett und jeden zweiten Samstag zur Berufsschule. Und diese kostete anfangs sogar Schulgeld. Ich mache drei Kreuze, wenn das geschafft ist. Ein Jahr liegt noch vor ihm bzw. vor uns.

Alles in allem…

Zum einen ist das Leben chilliger geworden, denn mit größeren Kindern ist es deutlich entspannter als mit Babys. Ich bekomme mehr Schlaf! Allerdings liegen die coolen 20er nun auch hinter uns. Ausbildung, Studium, … Das ist Geschichte. Wir sind jetzt ü30 und das „Hamsterrad“ dreht sich. Jeden Tag arbeiten und nicht mehr zwischen Uni, Nebenjobs und Krabbelgruppe zu switchen ist ein ganz anderes Leben – vielleicht weniger anstrengend, aber ich vermisse es, ehrlich gesagt. Die Abwechslung tat gut. Daher bin ich gespannt, was dieses Jahr noch bringen wird.

Mein Tasse auf Arbeit

Ich versuche mir meine freie Zeit so interessant wie möglich zu gestalten. Sei es das Bloggen hier auf dem Dresden Mutti-Blog. Oder: etwas Nähen, mit den Kindern spielen, mit den Nachbarn im Garten rumhängen, an der Elbe spazieren gehen, TikTok Video drehen (hier geht´s zu meinem Kanal).

Ich bin froh, dass ich vor fünf Jahren (Wahnsinn, wie die Zeit vergeht!) den Schritt nach Dresden gewagt habe, obwohl damals das Wohl von drei weiteren Menschen mit daran hing. Es ist alles gut ausgegangen und uns geht es hier einfach viel besser, als das in Bonn möglich gewesen wäre. Zudem habe ich meine Familie in der Nähe und wir können uns manchmal am Wochenende besuchen – das ist einfach schön und ich genieße es.

eure

Schriftzug Dresden Mutti

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