Seit dem 24. Dezember bin ich im Urlaub und nach diesen 15 Tagen ohne Arbeit und Schule kann ich an uns verschiedene Verwahrlosungsanzeichen feststellen, auch wenn streng genommen heute nur noch zwei Personen übrig sind: Mini hat dank der freien Waldorfschule noch Ferien und ich habe mich mit meinem Urlaubsantrag direkt angeschlossen.
Und was soll ich sagen? Es ist nicht nur schön, aus der Zeit zu fallen. Es ist besonders schön aus der Zeit zu fallen, wenn andere schon wieder losstiefeln zu ihren Verpflichtungen.
Nun aber zur Verwahrlosung. Die deutlichsten Anzeichen unserer Verwahrlosung sind die Schlafensgehzeiten. Mitternacht? Kein Problem, wir können noch eine Folge „Modern familiy“ schauen oder wir machen uns die Taschenlampe an und lesen noch im Witzebuch. Was soll´s. Mit dieser Verwahrlosung hatten wir an Silvester die besten Karten. Wir spielten verschiedene Gesellschaftsspiele nach dem Raclette und schon zeigte die Uhr 2:30 Uhr.
Und die zweite Verwahrlosung folgt auf dem Fuße: spätes Aufstehen. Warum um 7 in den Tag starten, wenn man auch bis 11 Uhr im gemütlichen Bett liegen kann? Gern lassen wir dann das Frühstück ausfallen und starten direkt mit dem Mittagessen in den Tag.
Überhaupt gewöhnt man sich schneller an die Schwerelosigkeit der freien Zeit, als man meinen könnte. Das dritte Anzeichen der Verwahrlosung ist das fehlende Gespür fürs richtige Datum. Ich muss mich immer wieder daran erinnern, morgen, also dann, wenn ihr den Beitrag lest, zur Arbeit zu gehen. Dresden Mutti, du musst morgen früh aufstehen! Und arbeiten! Mindestens acht Stunden lang!
Ein weiteres Zeichen der Verwahrlosung ist wohl folgendes: wir haben die letzten beiden Tage jeweils einen TEDI besucht, weil meine Tochter Sticker vom Weihnachtsgeld kaufen wollte. Mitten in der Verwahrlosung, ohne Stress und ohne Termine kann man auch mal eine Stunde im TEDI verbringen. Meine Tochter könnte hier noch länger bleiben, aber mir genügen 60 Minuten.
Auch ansonsten habe ich meine Zeit herrlich verschwendet. Allein heute: Basilikum umgetopft, einen Nudelauflauf zubereitet und zwei Brote gebacken für die nimmersatte Familie. Trotz dieser Projekte war noch ausreichend Zeit fürs Wäsche zusammenlegen und Bad putzen. Was muss, das muss. Vorher bin ich aber nochmal eine Runde in die Badewanne mit einem guten Buch, damit ich morgen nicht mehr so verwahrlost bin, wie ich mich heute fühle … ihr habt es vielleicht fast vergessen (und ich auch), morgen geht es ja wieder zur Arbeit. (Nicht vergessen! Aufstehen!)
Bis dahin schnappe ich mir jetzt wahrscheinlich nochmal das Buch. Die Ferientochter hat inzwischen eine Freundin zu Besuch und ich muss sie auch nicht mehr als Geige üben erinnern. Das hat sie in dem Überfluss an Zeit tatsächlich schon erledigt.
Ich lege mich jetzt also wieder in diesen Zeitenstrom, der sich heute noch so unendlich anfühlt, und warte, bis das Schulkind und mein Mann nach Hause kommen.
Habt eine entspannte Woche!
eure

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