Unsere vierte Wanderung des Jahres starteten wir zu dritt, dick eingepackt in Winterjacken und dicke Schals, denn so schön die Frühblüher schon aus der Erde gucken, so kalt bläst uns der Wind inzwischen wieder um die Nasen. Hatte ich wirklich in der letzten Woche Sonnenbrand gehabt, am Tag vor unserer Pillnitz-Wanderung? Ich kann es mir aktuell gar nicht mehr vorstellen.
Fürs Wandern aber war das Wetter ideal!


Streifzug 18 der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB)
Grundlage der Wanderung bildete Streifzug 18 der DVB, den wir etwas kürzten, um auch Mini von der Route überzeugen zu können. Ohne die Schwester, die schon wieder andersweitig unterwegs war, wollte sie anscheinend nicht so lange mit den Eltern durch die Gegend laufen, wobei es viel zu entdecken gab.
Los ging es am Haltepunkt „Wilder Mann“. Ein Stück weiter den Berg hinauf bogen wir zu einem Rundweg ein, von dem aus wir einen Panoramablick über Dresden genießen durften.

Frühblüher am Wanderweg
Dem Panoramaweg folgend gelangten wir schließlich in die Junge Heide und hier wurde es so idyllisch wie erhofft. Die Frühlingsblumen blühten, auch einige Bäume trieben schon aus und wir waren mitten im Wald. Einzig das Brummen der Autobahn störte die Idylle. Diese mussten wir dann auch zeitnah passieren.


Wie gelangt man von einer Seite der Autobahn auf die andere? Durch einen Tunnel. Unserer Wanderkarte folgend fanden wir die Unterführung schnell und wechselten hier die Seiten. Auch hinter der Autobahn erwartete uns vor allem eins: Wald, Wald, Wald.



Pause am Waldmax
Mein Mann sprach sich leider gegen eine Rast im Waldmax aus, da wir selbst Proviant eingepackt hatten. Bei der nächsten Wanderung werde ich mir den Waldmax aber gern auch vom Innengelände her anschauen. Viele Fahrradfahrer machten hier Halt, auch einige Autofahrer. Habt ihr den Waldmax schon ausprobiert?


Und zog es den rotmarkierten Augustusweg weiter durch die junge Heide. Ob wir richtig laufen? So ganz sicher waren wir uns zwischen den zahlreichen Bäumen nicht, doch wir schafften es, uns nicht komplett zu verlaufen. Da wir beschlossen hatten, der Route nicht bis zum Ende zu folgen, liefen wir noch durch Boxdorf und peilten als Ziel Radebeul an.
Die letzten Meter bis zum Ziel
Die Wettervorhersage hatte deutlich auf Regen getippt, sodass ich während der kompletten Wanderung zwei Regenschirme mit mir herum trug. Wir brauchten sie nicht. Wieder einmal bewahrheitete sich die Faustregel: „Wenn man einen Schirm dabei hat, bleibt es trocken.“ Dagegen konnte wohl auch die Wetterprognose nichts ausrichten.

Das trockene Wetter stimmte uns wohlgesonnen, aber glücklich waren wir sowieso, denn mit dieser Wanderung zelebrierten wir zugleich unseren Hochzeitstag. 13 Jahre sind mein Mann und ich jetzt bereits verheiratet!



Abends würden wir zur Feier des Tages auch noch essen gehen, doch im Moment galt es den Wald zu genießen. Überall blühten Schneeglöcken und die Wegweiser guckten leicht versteckt aus Efeu hervor.



Zum Schluss entdeckten wir noch einen gefällten Baum, den wir beklettern konnten. Frische Sägespäne bestätigte: dem Baum war es eben erst an den Kragen gegangen. Schade!
Ich beschließe, diese Route noch einmal mit der Schulklasse meiner großen Tochter zu laufen. Mit den Eltern und den Kindern. Ob die anderen darauf Lust haben? Vielleicht kommen sogar die Klassenlehrer mit?

Auch wenn die Tour vom Straßenlärm überschattet wird, kann ich sie euch empfehlen. Ihr lauft durch viel Wald, genießt anfangs den Panoramarundweg und am Ende wartet sicher schon ein guter Wein auf euch. Dafür müsst ihr es bis zum Ende, bis nach Oberlößnitz, schaffen. Wir hüpften in Radebeul allerdings schon in den Bus und gelangten mit diesem zum Elbepark.
Weitere Wanderungen 2026:
- Wanderung 1: durch den Zschorner Grund
- Wanderung 2: Erfurt im Steigerwald
- Wanderung 3: Von Pillnitz auf den Borsberg
Eure

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