Als ich am Samstag Abend die Wohnungstür aufschloss, stand ich in einem leeren Hausflur. Stellte die Schuhe ab, ging in die leere Küche. Auf Toilette. Ins Wohnzimmer. Auf den Balkon. Ins Schlafzimmer. Niemand hier. Nur ich.
Das ist wenig überraschend, daa mein Mann mit den Kindern noch 1 1/2 Wochen länger in Kroatien bleibt. Eine Nicht-Überraschung kann sich trotzdem nach Nicht-Wirklichkeit anfühlen. Nach drei Wochen voller Familie habe ich mich auf diese Freizeit mit mir selbst gefreut, in der ich nur für mich sein kann. Und so mache ich nichts weiter, als mein Buch aus dem Koffer nehmen und lese ein bisschen, dann Zähne putzen und einschlafen.
Viel Zeit für Haushalt
Was mache ich, wenn alle Möglichkeiten offen stehen? Richtig: erstmal in Ruhe aufräumen. Ich konnte am Sonntag ganz in Ruhe rümpelige Ecken entrümpeln und Überflüssiges ausmisten, Wäsche waschen und einen Blogartikel über 30 schöne Momente im Juli schreiben. Meine Fingernägel lackieren, Pflanzen gießen, entstauben und Spinnen jagen und einen Kinoabend für Montag planen (BARBIE). Auf diese Weise verging der Tag in Windeseile und ich bekam nur Sonne ab, als ich das Altpapier nach draußen schleppte.



Am Montag konnte ich dem Lotterleben leider nicht mehr frönen. Ich musste meine Schlabberhose gegen ein Businessoutfit eintauschen, Haare kämmen und los zur Arbeit. Darüber war ich auch froh, ehrlich gesagt. Noch ein Tag Aufräumen hätte meiner Gesundheit geschadet – Garantiert!
Let´s BARBIE!
Auch der Montag verflog rasend schnell. Nach der Arbeit traf ich mich mit meiner Schwester für den BARBIE-Film und zwischendurch hüpfte ich noch ins Thalia, wo ich mir das neue Buch von Juli Zeh kaufen wollte, aber mit „Elternabend“ von Sebastian Fitzek wieder rauskam. Hierin las ich schon in der Kinolobby, als ich auf meine Schwester wartete.


Meine ersten Gedanken: BARBIE ist mehr ein Film über Ken als über Barbie. Insgesamt sehenswert, wenn auch das Ende uninspiriert wirkte.
Mich erinnert BARBIE an den LEGO-Film.
Und Pleasantville.
Und an die Frauen von Stepford.
Abends merkte ich dann schon, als ich alleine in der Wohnung war und mir Bratkartoffeln machte, das langsam die Luft raus ist. Ich ging in die leere Küche. Auf Toilette. Ins Wohnzimmer. Auf den Balkon. Ins Schlafzimmer. Niemand hier. Nur ich.
Wann kommt ihr wieder?
Nach der Arbeit am Dienstag traf ich meine Eltern, meine Schwester und meine Nichte zum Pizza-Essen und bummelte noch durch die Stadt. Ich brauchte Stoff. Für ein Waschbärenkostüm, das ich meiner Tochter nähen möchte. Ich fand tatsächlich welches und das war schön.

Doch abends merkte ich wieder: die Luft blieb raus. Ich kam nach Hause. Ich ging in die leere Küche. Auf Toilette. Ins Wohnzimmer. Auf den Balkon. Ins Schlafzimmer. Niemand hier. Nur ich.
Gegessen hatte ich bereits in der Pizzeria und überlegte also, was mit dem Abend noch anzufangen sei? Ob ich vielleicht direkt am Kostüm arbeiten wollte? Keine Lust. Auf nichts. Stattdessen zückte ich das Handy und schrieb meinem Mann, dass es mir jetzt reicht mit dem Alleinsein. „Wann kommt ihr wieder?“
Düdelüdü.
Allein zu sein ist schwieriger, als gedacht. Es gibt vieles, was ich alleine machen kann, machen sollte und auch machen möchte. Mit so rausgelassener Luft macht´s nur weniger Spaß. Ich brauche wieder Energie. Meine Familie … Schauen wir mal, was wird.
Habt ihr das schon erlebt?
Wie geht es euch, wenn eure Familie nicht zu Hause ist?
eure

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