Das Wetter schlägt von Sommer auf Herbst. Schade für alle, die gern im Schwimmbad chillen, schön für alle Wanderfamilien. Wir tauschen zwar etwas wehmütig den Bikini gegen den Wanderrucksack, aber schnüren die Wanderschuhe dann doch voll Zuversicht.
Okay, eigentlich haben wir weder Wanderrucksack noch Wanderschuhe, sondern nur Freizeitrucksack und Turnschuhe. Auf den bequemen Pfaden, die wir uns heute ausgesucht haben, lief es sich damit gut.
Wer eine Strecke für die Familienwanderung mit größeren Kindern sucht, auf der er nicht klettern muss und weitgehend eben durch den Wald laufen kann, ist mit dieser Route gut beraten. Allerdings führt der Wanderpfad direkt an einer Abbruchkante entlang. Hier ist große Vorsicht geboten, weshalb ich die Wanderung für ältere Kinder empfehle. Mini ist 8 Jahre alt und Maxi 10 Jahre.
Route von Obervogelgesang über Naundorf nach Wehlen
Start um 11 Uhr im bezaubernden Obervogelgesang: Eine kurze S-Bahn-Fahrt von Dresden aus bringt uns direkt an diesen idyllischen Ort – und das Beste daran? Dank der Deutschland- und Bildungstickets entstehen uns keine zusätzlichen Kosten. Unsere Wahl fällt auf die Drei-Stunden-Route, die vor uns liegt. Trotz des verlockenden Ausblicks verzichten wir am Ende auf einen Abstecher zum kleinen Bärenstein und lenken stattdessen unsere Schritte in Naundorf zielstrebig Richtung Wehlen.



Von Obervogelgesang aus schlagt ihr den Wanderweg nach oben ein und folgt dem roten Punkt bis nach Naundorf. Wenn ihr wie wir dann nach Wehlen weiterwandern möchtet, folgt ihr den Rot-Strich-Wanderweg. Wir fanden die Route gut ausgeschildert.
Tipps für die gelungene Familienwanderung
- Karten und Wegbeschreibungen: Nichts ist nerviger, als sich zu verlaufen. Ich habe das Buch „Dein Augenblick Sächsische Schweiz: 30 Wandertouren, die dich ins Staunen versetzen“ vorab gelesen und auf der Wanderung dabei gehabt. Die kleine Karte gab immer wieder Orientierung. Ansonsten hilft Google Maps.
- Ausrüstung: Bequeme Schuhe, lockere Kleidung und ein Rucksack mit Wasserflasche und Snacks
- Zeitmanagement: Früh genug starten, um genügend Zeit für Pausen und Entdeckungen zu haben.
- Motivation: Etappenziele motivieren, besonders wenn die Füße müde werden. Darüber hinaus durften meine Töchter Fotos mit der Spiegelreflexkamera machen, woran sie viel Spaß hatten

Naturspektakel entlang der Wanderung
Während unserer Wanderung haben wir atemberaubende Naturspektakel erlebt. Die malerische Landschaft entlang der Strecke von Obervogelgesang nach Wehlen führt zum Großteil durch den Wald. Der Pfad verläuft dabei direkt am Abhang und wer schwindelfrei ist, kann den Ausblick durch die Bäume genießen.
Wir stiegen über Bächlein, sahen Mini-Wasserfälle und viele Käfer und Schnecken. Wir hielten oft inne, besonders weil Mini jeden Käfer vom Weg an den Waldrand setzen wollte. Dabei genoss ich die Ruhe und die umliegende Natur. Schritt für Schritt kamen wir voran.



Noch vor Naundorf staunten wir nicht schlecht, als wir diesen Springbrunnen entdeckten. Ein Gysir? Ich finde einen Kommentar im Internet, der sagt, dass es hierbei um eine natürliche Quelle handelt. Da das Wasser erst niedriger sprudelt, dann höher, finde ich die Erklärung einleuchtend. Warum sollte auch ein Springbrunnen mit Pumpe mitten im Wald betrieben werden?
Für dieses Schauspiel allein hat sich die Wanderung gelohnt.
Die ideale Streckenlänge: Anforderungen an ältere Kinder und Jugendliche



In Naundorf brach die Hitze über uns ein und wir mussten die Entscheidung treffen, ob wir noch einen Abstecher zum kleinen Bärenstein machen wollen. Die Kinder durften entscheiden und sagten: Nein. Wir Eltern waren auch ganz froh, da wir nun direkt nach Wehlen laufen konnten, was noch etwa 40 Minuten Wegstrecke bedeutete. Jetzt im Nachhinein finde ich es etwas schade, denn auf den kleinen Bärenstein hätten wir nur noch 20 Minuten weiterlaufen müssen.
Nächstes Mal.
Aktivitäten für unterwegs: Spielerische Elemente auf der Wanderung einbinden
Die Kinder vertieften sich ganz in die Natur. Zum einen fingen sie mit der Kamera viele Details ein, die ihnen auf der Wanderung begegneten. Ich habe jetzt jede Menge Fotos von Käfern, Blättern, Ästen, Nacktschnecken und auch Waldboden.
Während Mini (8 Jahre) Käferchen um Käferchen rettete (und mich damit schon fast in den Wahnsinn trieb, denn es gab jede Menge Mistkäfer auf unserem Wanderpfad), begeisterte sich Maxi (10 Jahre) für den Waldboden und erklärte mir die unterschiedlichen Schichten.


Picknickplätze: Rasten und genießen entlang der Strecke
Was darf auf einer Wanderung nicht fehlen? Exakt, die Pausen. Auf der Wanderung gab es die ein oder andere Bank. Am besten sitzen kann man in Obervogelgesang, wenn man den Berg erklommen hat und in Naundorf im kleinen Park mit Teich.
Ansonsten gibt es aber auch in der Natur schöne Stellen für ein Picknick und in Naundorf jede Menge Tiere wie Pferde und Hühner und Schafe und Katzen. Für die Kinder war das sehr schön. Und wer etwas essen oder trinken will, kann im Gasthof Obervogelgesang und in Wehlen einkehren.





Viel Spaß beim Nachwandern!
deine

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