Hatten wir dieses Jahr überhaupt einen Sommer in Deutschland? Das frage ich mich, weil Sarah vom Mutter und Sohn-Blog zu einer Blogparade „Sommer!“ einlädt. Bei uns in Sachsen sind die Sommerferien gerade vorbei. Morgen startet wieder die Schule und seit zwei Tagen kommt die Sonne auch endlich heraus. Pünktlich zum Schulstart ist er nun also da: der Sommer.
Was braucht es für einen gelungenen Sommer als Familie? Tatsächlich nicht viel. Natürlich, dem deutschen Sommer zu entfliehen, liegt nahe. Das Wetter ist unberechenbar wie wir 2025 sehen konnten. Manchmal fallen die Ferien ins Wasser. Trotzdem muss es keine Fernreise sein, sondern man kann auch zu Hause eine schöne Sommerzeit erleben. Wichtig ist nur, dass ihr euch Zeit nehmt für die schönen Momente.
Aus diesem Grund folgen hier drei kleine Sommer-Tipps als mein Beitrag zur Blogparade, in der ihr sicher noch zahlreiche andere Anregungen finden werdet. Die Tipps sind für alle, die jetzt schon wieder Schule haben oder die ihre Sommerferien zu Hause verbringen wollen:
1. Brombeeren sammeln
Erfahrungsgemäß lieben Kinder das Sammeln von Dingen aller Art. Das fängt schon in jungen Jahren an mit Stöckchen und Steinchen, die sie von jeder Wanderung mit nach Hause tragen. Das geht weiter mit Kastanien und Bucheckern. Und im Sommer solltet ihr nicht die Chance verpassen, mit kleinen Dosen loszuziehen und eure Umgebung auf Brombeeren abzusuchen.

Das Schöne an Brombeeren ist, dass sie nach und nach reif werden. Ihr habt also einen Programmpunkt, der sich über mehrere Wochen erstrecken kann. Auf dem Titelbild zeige ich Kirschen, auch sehr lecker, aber man muss den richtigen Moment abpassen. Brombeeren warten auf euch.
Und gleichzeitig ist das Pflücken der violett-schwarzen Beeren eine echte Challenge, weil Brombeeren an stachligen Sträuchern wachsen. An dornigen Brombeerhecken. An scharfkantigen Büschen. Vorsicht! Wer schafft es, die beliebten Früchte trotzdem zu pflücken?
Nach der Ernte ist vor dem Zubereiten: Brombeer-Muffins, Brombeer-Pfannkuchen, Brombeer-Eis, Brombeer-Limonade, Brombeer-Marmelade …
2. Spazieren, zeichnen, fotografieren
Wenn ihr mit euren Kindern nach draußen geht, weil der Sommerregen ein Ende gefunden hat, steckt noch einen Zeichenblock sowie einige Stifte in eure Tasche. Ihr könnt dann beim Spaziergang an einem schönen Ort einen Stopp einlegen und die Umgebung zeichnen. Ihr werdet überrascht sein, was der Einzelne entdeckt!

Wenn die Kinder keine Lust aufs Zeichnen haben, dann vielleicht aufs Fotografieren? Meine Mädels haben in der letzten Ferienwoche zum Beispiel einen Fotokurs besucht und sind einmal durch die Stadt gezogen. Sie waren im Museum und auf einem Aussichtsturm, haben am Wasser fotografiert oder Pflanzen oder Frösche, sogar Schuhe. Von den entstandenen Bildern durften sie jeden Tag zehn Stück ausdrucken und ein Fotobuch gestalten.
Das lässt sich zu Hause leicht nachmachen, wenn ihr beispielsweise bei DM oder Rossmann am Foto-Automaten die schönsten Aufnahmen gemeinsam ausdruckt.
3. Nudeln selber machen
Wir haben in diesem Jahr unsere Freude daran entdeckt, Pasta zu Hause selber zu machen. Dafür braucht es nicht einmal eine Nudelmaschine, falls ihr – wie wir – nicht im Besitz einer solchen seid. Ihr rollt den Teig einfach ganz flach aus und schneidet ihn in kleine Streifen.

Wir besitzen inzwischen ein Nudelholz mit Rillen. Mit diesem rollen wir einmal über den Teig und machen Spaghetti. Besonderen Spaß haben die Kinder daran, die entstandenen Spaghetti über eine Wäscheleine zu hängen. Bei gutem Wetter sind sie dort ruckzuck trocken. Ihr könnt sie aber natürlich auch sofort kochen. Wir finden, dass die selbst gemachte Pasta um Längen besser ist als gekaufte.
Sommerfazit
Aus meinen Vorschlägen lässt sich herauslesen, dass mir vor allem Aktivitäten Spaß machen, die Prozesse entschleunigen. Natürlich dauert es lange, Brombeeren zu sammeln, ein Bild zu zeichnen oder Pasta selber zu machen. Natürlich geht das heute alles viel schneller und einfacher: Brombeeren kann ich im Supermarkt kaufen, zeichnen kann ich mit verschiedenen KI-Tools und für Nudeln brauche ich mich eigentlich nicht stundenlang in die Küche stellen. Mir macht es einfach Spaß. Denn Sommer ist die Zeit, in der man tatsächlich Zeit hat.

Ach, und wenn das Wetter richtig sommerlich ist, findet ihr mich nur an einer Stelle: im Wasser! Gestern waren wir zum Beispiel am Badesee in Birkwitz, eine gute Fahrradstunde von Dresden Johannstadt entfernt. Wir haben allerdings die S-Bahn nach Heidenau genommen (Deutschlandticket und Bildungsticket olé!) und sind mit der Fähre auf die andere Elbseite nach Birkwitz gefahren.
Eure

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