Meine erste Fahrradtour mit Kindern – ein Rückblick

Dieser Beitrag erschien das erste Mal 2019 auf dem Mutterfreunde-Blog. Als Erinnerung poste ich ihn heute erneut:

Fahrrad fahren – der Wind streift durch die Haare, die Kinder strampeln schon voraus und ich genieße die Natur und die frische Lust. So stelle ich es mir vor: Meine Touren mit den Kindern. Inzwischen wird meine große Tochter schon bald 6 Jahre alt, die Kleine ist 4 1/2 Jahre alt und so lange habe ich also auf den Moment gewartet, an dem wir endlich Fahrradtouren unternehmen. Nun geht´s los.

Mit der Kunst des Radfahrens eröffnen sich völlig neue Wege! Ich bin eine Helikopter-Mutter, was das Fahrrad fahren angeht, das gebe ich offen zu. Obwohl ich mich gleichzeitig so drauf freue. Das Problem in einer Großstadt ist eben, dass selbst auf dem Radweg unten an der Elbe die Post abgeht. Da wird man schon als Fußgänger regelmäßig fast über den Haufen gefahren von irgendwelche Kamikaze-Radlern … Wie soll ein Kind, das auch mal einen plötzlichen Schlenker nach links oder rechts macht, da überleben?

Doch heute wagte ich es. Wir unternahmen die erste Radtour.

Was müssen wir mitnehmen?

Das wichtigste ist das Fahrrad und natürlich auch der Helm. Der gehört auf jeden unserer Köpfe – und dazu zählt auch Mama, damit wir uns selbst vorgaukeln können, unser Vorhaben sei sicher. Da passiert schon nix. Die beiden Kinder sind jetzt 5 und 4 Jahre alt und eiern doch schon eine ganze Weile auf ihren Drahteseln im Hof oder auf dem Gehweg Richtung Kindergarten herum.

Lasset die Fahrradtour starten!

Ich hole meine beiden Kinder wie gewohnt um 15:30 Uhr vom Kindergarten ab. Das Wetter ist frühlingshaft, die Sonne hält es jetzt länger am Himmel aus, bevor sie hinter dem Horizont verschwindet. Als wir zu Hause unsere Räder aus dem Keller holen, sind die Kinder bereits Feuer und Flamme und erzählen jedem, dem wir begegnen: „Wir machen eine Fahrradtour.“ In Wirklichkeit planen wir nur eine kurze Fahrt die Elbe rauf.

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Hier noch ein Beweisfoto (mit dem Blauen Wunder im Hintergrund).

Erster Stopp: an der Waldschlösschenbrücke

Welch ein Glück, dass wir direkt an der Elbe wohnen! Hier verläuft der bequeme Elberadweg, dem wir auf unserer Tour bis zum blauen Wunder folgen werden. Das ist keine weite Strecke, aber die Kinderbeine hatten ordentlich was zu tun. Der erste Stopp wurde kurz nach dem Aufbruch verlangt: an der Waldschlösschenbrücke.

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Vielleicht hätte ich nicht verraten sollen, dass ich Knabbereien im Gepäck habe? Das war wieder so ein Elternfehler, den man nicht zweimal macht.

Wie entspannt war ich auf der Tour mit den Kindern?

Mein Nervenkostüm lag wohl noch irgendwo zu Hause herum, denn obwohl die Kinder schon so groß sind, konnte ich mich dabei keinesfalls entspannen. Vor allem die kleine Tochter eierte vor mir auf dem Radweg und zog immer wieder im Zickzack über die Fahrbahn, während ich: „An die Seite, an die Seite!“ rief. Wie gesagt: die Fahrradfahrer ziehen teilweise in höchsten Geschwindigkeiten vorbei und haben kein Gefühl für das Fahrverhalten 4-jähriger.

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Alles in allem gaben beide aber ihr bestes. Und das beste war unterschiedlich. Die 5-jährige preschte vorweg und die 4-jährige machte alle drei Meter Halt. Ich hielt mich an die Kleine und schenkte der Großen mein Vertrauen.

Unsere Belohnung: 20 Schwäne am blauen Wunder

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Am blauen Wunder angekommen überraschte uns so einiges Federvieh: Enten, Gänse und sogar 20 Schwäne. Mit diesem Anblick wurden die Kinder für ihre Mühen belohnt und ich konnte vor dem Rückweg verschnaufen.

Picknick auf der Elbwiese

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Was kann es Schöneres geben, als sich eine Pause vor den drei Schlössern an der Elbe zu gönnen? Dresden ist für seine reiche Schlösserlandschaft bekannt. Wir lagen also unter einem Baum, knusperten den Proviant auf und warfen einen Blick auf Schloss Albrechtsberg, das Lingerschloss und Schloss Eckbert.

Es wird dunkel – ab nach Hause

Wer spät losfährt, muss damit leben, dass es in den Wintermonaten auch früh dunkel wird. Da merkte ich: die Kinderfahrräder haben gar kein Licht! Also durften wir nicht trödeln, sondern mussten mit den letzten Sonnenstrahlen den Rückweg antreten. To-Do: Die Kinderfahrräder mit Licht ausstatten.

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Schon war die erste Fahrradtour auch wieder beendet. Ich hoffe, es kommt ein Frühling und natürlich Sommer, in dem noch viele Touren folgen werden. Übung macht ja bekanntlich den Meister.

Fahrt ihr auch gerne Fahrrad mit den Kindern?

eure

Schriftzug Dresden Mutti

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