Wir hatten den Frauentag auserkoren, um bei bestem Wetter, wenn auch durch den Saharasand mit eher getrübte Aussicht, eine Sonntagswanderung zu unternehmen. Meine dritte Wanderung in diesem Jahr. So sind Maxi, Mini, mein Mann, meine Eltern und ich am Sonntagmorgen von Pillnitz aus losgelaufen.
Treff war entspannt um 11 Uhr vormittags. Uns brachte von Dresden aus die Buslinie 63 direkt nach Pillnitz. Mit Ausstieg am Rathaus beginnt auch schon der Rundwanderweg.

Etappe 1: Durch den Wald zur Meixmühle
Die Idee zu dieser Route hatten wir aus dem Buch „52 kleine und große Eskapaden in und um Dresden“ (Dumont-Verlag). Hier findet sich auf Seite 164 die Eskapade #39 „Farbenspiel rund um Pillnitz“. Obwohl die Bilder im Buch allesamt Herbstaufnahmen sind und wir uns noch im Winter befinden, beziehungsweise der Frühling schon sacht an die Tür klopft, haben uns die Bilder sehr überzeugt. Zudem schien uns eine Wanderung von 10 Kilometern machbar.


Ausgerüstet mit festem Schuhwerk, ich hatte meine Wanderschuhe dabei und die Kinder ihre Wanderstöcke, führte uns der Weg zuerst durch den Wald, vorbei an einer Ruine, die über eine Wendeltreppe begehbar war. Von hier oben genossen wie die Aussicht auf den Saharasand. Eine Frau machte dann sogar noch eine Aufnahme von uns allen auf dem Ruinendach.
Rast an der Meixmühle
Interessanterweise heißt es Meixmühle und nicht Mikes Mühle oder Maiks Mühle, wie man sich im Osten auch vorstellen könnte. Im Hof gab es viele Sitzmöglichkeiten, die zur Rast einluden. Die Mühle liegt idyllisch von Wald umgeben, an der einen Seite schließt ein kleiner See an, überzogen mit Entenkruste. Die Kinder entdeckten Ziegen.

Wir hatten uns gut versorgt mit Kuchen, Keksen, sogar Nudeln und auch Getränke hatten wir im Gepäck. Wer weniger gut ausgestattet ist, findet hier aber auch die Möglichkeit, sich aus einem Getränkeregal zu bedienen und das Geld in die Kasse des Vertrauens zu stecken.
Hoch hinauf zum Borsberg
So weit, so gut, es wurde sehr Zeit, sich das erste Mal zu verlaufen. Das Buch mit den 52 kleinen und großen Eskapaden hat zwar eine Karte mit abgedruckt, diese ist allerdings nur eine grobe Orientierung und mit schlechtem Sinn für Orientierung weniger hilfreich.
Zum Glück gibt es auf der Strecke viele Markierungszeichen an Bäumen und auch Beschilderungen. Nur war zwischendurch nicht ganz klar, welcher Farbe wir zum Borsberg folgen sollten.

Wir folgten letztlich einem Weg, der uns nach Borsberg brachte, allerdings in den Ort Borsberg, nicht zum Berg. Von hier aus schafften wir es dann aber doch noch auch den Borsberg zu finden, den wir eigentlich angestrebt hatten.
Dreihundertdreiundsechzig Meter in der Höhe befanden wir uns hier. Ein idealer Ort für eine Rast. Ein bisschen Vogelzwitschern, ein Mann am Gasthof. Ansonsten: Stille.
Auf dem Borsberg befindet sich übrigens auch die Königlich-Sächsische Triangulationssäule aus der Zeit der exakten Landvermessung. Sie ist eine von 29 sächsischen Fixpunkten der Mitteleuropäischen Geodäsie.
Tiefer Grund: Wer oben ist, muss auch wieder runter


Wir sind uns nicht einig darüber, ob wir den direkten Weg eingeschlagen haben oder uns wieder ein kleiner Umweg zum Ziel führte. Nichtsdestotrotz landeten wir auf dem Pfad den tiefen Grund hinunter. Was im Buch sehr idyllisch beschrieben wird, erfordert einiges an Fingerspitzengefühl oder Zehenspitzengefühl? Ein langer Weg in die Tiefe liegtvor dem Wanderer, gesäumt mit rutschigen Blättern, teilweise nass und matschig. Hier ist Vorsicht geboten.
Stück für Stück bahnen wir uns den Weg nach unten. Ein Hoch auf meine Wanderschuhe.
Oberpoyritz, Rysselkuppe und Weinberge


Die Strecke führte uns weiter nach Oberpoyritz und vorbei an der schönen Aussicht Rysselkuppe. Auf unserer Wanderung haben wir auch viele Tiere sehen dürfen. Ziegen, Pferde, Schweine, Kühe, Katzen, Tauben, Hühner. Meine jüngere Tochter übte sich dabei in der Natur- und Tierfotografie, bis mein Handy seinen Akku aufgab.
Beim Weingut Klaus Zimmerling machten wir noch einen Halt. Hier reichte der Handystrom gerade noch für ein Foto Künstlerin Malgorzata Chodakowska, die ich vor dem Weingut entdeckt hatte. Während meine Mutti und ich mit einem Weißwein auf die schöne Wanderung anstießen, schauten sich die anderen die Skulpturen rings um das Weingut an.

Rückweg nach Pillnitz
Mehr Fotos kann es also leider nicht geben von dieser Wanderung, die hier nun auch ihren Abschluss findet. Vom Weingut aus führt ein Weg direkt weiter nach Pillnitz, der uns dann auch zur Station „Pillnitz Rathaus“ zurückbrachte. Meine Eltern bogen zum Parkplatz ab, wo ihr Auto stand, und wir hatten Glück, nur wenige Minuten auf die Buslinie 63 warten zu müssen, die uns nach Hause chauffierte.
Inzwischen zählte meine Armbanduhr etwa 17 Uhr. Die Wanderung war mit circa drei bis vier Stunden Wanderzeit gekennzeichnet. Wir hatten inklusive der Pausen sechs Stunden an diesem Sonntag auf der Wanderroute verbracht.
Ich kann die Tour sehr empfehlen und würde sie nächstes Mal im Frühling oder Sommer laufen, wenn alles grün ist.
Weitere Wanderungen 2026:
Eure

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