Ich möchte so gerne mal ein Buch schreiben

… Und tatsächlich habe ich auch schon so einige Manuskripte mit den verschiedensten Geschichten in der Schublade. Mein erster „Roman“ war ein Kinderbuch, der „Trixi und die Hose“ hieß und den ich mit 14 Jahren per Hand in ein Notizbuch kritzelte. Damals träumte ich noch von einem Computer, auf dem ich alle meine Geschichten niederschreiben würde – heute ist der PC ja eine Selbstverständlichkeit, aber damals in der „uralten Zeit“ war das Schreiben auf Tastatur ein Highlight.

Was schreibe ich da eigentlich?

Das schöne am Schreiben ist ja, dass man seine persönliche Entwicklung wunderbar nachvollziehen kann. Alle Gedanken, die mich umtrieben haben, finden sich irgendwo auch in den Geschichten wieder. Eine meiner liebsten Storys war „ANIMA“, die ich mit 16 oder 17 Jahren schrieb und die – typisch für die Fluch der Karibik-Zeit – von einem jungen Mädchen handelte (Louise), die auf einem Piratenschiff landete und Abenteuer erlebte. Ich zog alle Register: Sie war natürlich ein Waisenkind, musste sich als Junge ausgeben und landete zwischenzeitlich auch mal in Versailles beim Sonnenkönig, wo es allerdings etwas kniffelig wurde, wenn sich Louis und Louise unterhielten…

Ein paar Mal nahm ich auch an einer Schreibchallenge teil, dem National Novel Writing Month, der jedes Jahr im November stattfindet. Ziel ist es, endlich den Roman zu schreiben, den man schon immer schreiben wollte. Jeder schreibt zwar für sich, aber es gibt eine große Community und viele Schreibtreffs, an denen man teilnehmen kann. In 30 Tagen soll ein 50.000 Wörter-Roman niedergeschrieben werden. Das bedeutet: Schreiben, schreiben, schreiben. 1-2 Stunden jeden Tag.

Tatsächlich habe ich also schon alles mögliche in den Schubladen, aber noch kein einziges Buch veröffentlicht.

„Dann veröffentliche doch mal was!“

Leichter gesagt als getan, denn mein Geschreibsel ist meistens nicht zu Ende geführt (aus Lustlosigkeit) oder nicht überarbeitet (aus noch mehr Lustlosigkeit) oder ich habe vergessen, dass es existiert (…).

Eine neue Idee muss her. Ich muss einfach mal einen neuen Roman schreiben, an dem ich von Anfang bis Ende dranbleibe. Wieso ist das nur so schwierig?

1000 Gründe nicht zu schreiben

Wie ihr vielleicht wisst, habe ich das Schreiben zum Beruf gemacht und bin Content Marketing Managerin oder – wie ich auch gerne sage – „Ich schreibe die Texte im Internet“. Das trifft es so ungefähr. In meiner Agentur fragen die unterschiedlichsten Kunden an und so schreibe ich über Löschwasserrückhalteanlagen ebenso wie über Designer Schuhe oder Mainboards. Oder Fototapete.

Problem 1: Das Hauptproblem des Nicht-Schreibens liegt eigentlich auf der Hand: Wer acht Stunden lang einen Text nach dem anderen in die Tastatur hämmert, dem fehlt die Lust, sich abends wieder vor Word zu setzen.

Problem 2: Ich habe noch so viele andere Hobbys. Das Nähen zum Beispiel, aber auch das Bloggen hier. Lesen, mit den Kindern spielen, Filme schauen, Fahrrad fahren, Briefe schreiben, an der Elbe spazieren…

Problem 3: Keine Zeit. Das ist eigentlich nie ein guter Grund, finde ich, aber tatsächlich führt Problem 2 unweigerlich zu Problem 3. Wer alles machen will, schafft am Ende gar nichts. Vor allem weil der unnötige Haushalt auch erledigt werden muss.

Egal jetzt – Einfach losschreiben!

Einmal kurz schütteln und hüpfen und mit dem Kopf wackeln. Sind alle Probleme abgeschüttelt? Dann kann es jetzt doch eigentlich losgehen, denn mein Plan fürs neue Jahr ist auch, einen Roman zu schreiben. Bitte habt keine zu hohen Erwartungen, denn es wird erstmal nicht der „große, lang ersehnte Gegenwartsroman“, sondern eher ein seichter Frauenroman. Arbeitstitel „Und morgen kommt ein neuer Pimmel“ – Vielleicht nenne ich ihn aber auch nur „Der Schnurrbart.“  

Dieses Buchprojekt habe ich vor drei Jahren gestartet, wie mir Facebook in den Erinnerungen zeigte und ich möchte es nun endlich zu Ende bringen. Das schöne an einem Frauenroman ist ja gerade, dass man seine hohen Ansprüche alle über Bord werfen darf – Einfach schreiben ist die Devise! Ich bin gespannt, was daraus entsteht. Ihr auch?

eure

Schriftzug Dresden Mutti

8 Kommentare zu „Ich möchte so gerne mal ein Buch schreiben

Gib deinen ab

  1. Liebe Dresden Mutti,

    da starte ich doch gleich den Gegenbesuch und bin total erstaunt, wieviel wir gemeinsam haben! Nähen, bloggen – und schreiben! 🙂 Sogar der Vorsatz eint uns: Nachdem ich mir jahrelang selbst im Weg gestanden habe, will ich dieses Jahr wenigstens eine Kurzgeschichte veröffentlichen :).

    Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Schreiben und in der Schublade immer ein Stück Motivationsschokolade, wenn mal ein Hänger kommt!

    Lieber Gruß,
    Sonja

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  2. Hast du schon mal über Selbstveröffentlichung (Selfpublishing) nachgedacht? Google mal, darunter finden sich einige Anbieter, die dich bei deinem Vorhaben unterstützen.
    Das hier ist die Liste der Deutschsprachigen Verlage in der Gesamtansicht auf Wiki: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutschsprachiger_Verlage
    Viele Infos dazu findest du hier: http://www.selfpublisherbibel.de
    Mit „Kindle Direct Publishing“ zum Beispiel, kannst du eBooks und Taschenbücher kostenlos im Selbstverlag veröffentlichen und Millionen Leser auf Amazon erreichen.

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  3. Da können wir uns ja die Hand reichen. Ich bin beruflich auch im Content Marketing tätig, aber darüber habe ich tatsächlich vor einige Jahren mit dem Bloggen angefangen. Ich wollte auch über Dinge schreiben die mich interessieren und meine Schreiberei verbessern. Auch ich habe schon einige Buchansätze in der Schublade, aber keines erschien mir bisher als gut genug oder würdig zuende geschrieben oder gedacht zu werden. Irgendwie warte ich wohl noch auf die Eingebung oder auf den Kuss der Muse. Vielleicht schaffe ich es ja jetzt im Elternjahr.

    Liebe Grüße, Dany von https://www.danyalacarte.de/

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