Wanderung 1: durch den Zschorner Grund

Unsere erste Wanderung im Jahr 2026

Es wird nicht nur kalt und kälter, je näher wir unserem Startpunkt kommen. Es wird auch weiß. Die Straßenbahnlinie 5 schlängelt ihren Weg den Berg hinauf bis zur Gompitzer Höhe und dann noch eine Station weiter zur Gleisschleife Pennrich. Schon mit Blick durch die Scheiben sehen wir, wie die nassen Dresdner Straßen einer verschneiten Landschaft weichen.

Hier steigen wir also verwundert aus: es liegt tatsächlich Schnee! Mit dieser zarten Winterlandschaft hatten wir nicht gerechnet, als wir unsere erste Wanderung des Jahres 2026 geplant haben.

Wanderung mit Kindern – Streifzug 5 der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB)

Vorab: für eine Wanderung im Winter ist dieser Streifzug 5 der DVB nicht geeignet. Wir haben es für euch getestet.

Nicht nur haben die Sommerwirtschaften geschlossen, auch sorgen die Gefälle für eine Rutschpartie durch den Zschorner Grund. So wunderschön verschneit die Wege unter dem Schnee glitzern, so gut überlegt muss jeder Schritt auf die glatte Fläche gesetzt werden. Mal geht es bergauf, mal bergab. Mal kann man sich halten, mal landet man auf seinem Po!

Ruhig und idyllisch

Der Zschorner Grund ist eine echte Alternative für alle, die eine Wanderung in der Natur machen wollen, aber nicht weit fahren wollen. Die Route führt entlang des Zschornergrundbaches durch den Wald und befindet sich direkt in Dresden. Es ist so ruhig und idyllisch, dass uns sogar Rehe begegnet sind.

Der teilweise zugefrorene Bach führt uns zuverlässig von Pennrich aus durch den Wald, vorbei an markanten Felsenformationen, hübschen Moos und immer wieder Bänken, auf denen man sich im Sommer eine Pause gönnen kann.

Wir entscheiden uns dazu, dem Weg direkt bis zur Zschorner Mühle zu folgen. Eine Abzweigung zum Biomarkt Podemus ist auch möglich. Hier wollen wir im Sommer einmal vorbeischauen, denn die Website des Biomarkt Podemus lockt uns: „Heumilch zum Selberzapfen, Tieren zum Anfassen, viel frischer Landluft zum Durchatmen, großem Spielplatz für die Kinder und das ganze Jahr über mit Verkostungen, Veranstaltungen und Vergnügungen für die ganze Familie.“

Nach knapp zwei Stunden kommen wir an der Zschorner Mühle an, sind etwas durchgefroren, aber die Kinder erkennen die Mühle wieder: hier haben sie mit der Schule Brot gebacken. Geöffnet hat die Sommerwirtschaft leider nicht.

Zschnorner Mühle
Zschnorner Mühle

Wir haben auf dem Hinweg allerdings bereits ein Schild gesehen für ein Dreimädelhofkaffee.

Schlemmen im Drei Mädel Hofkaffee in Ockerwitz

„Was sagt ihr? Wollen wir dort vorbeischauen? Laut Google hat es geöffnet.“ Von der Zschorner Mühle aus führt eine Treppe durch den Wald nach oben nach Ockerwitz. Ein Geländer macht es uns möglich, den rutschigen Aufstieg zu bewältigen. Auch hier sind die Stufen überfroren mit einer Eisschicht. Was für ein Abenteuer!

Und es hat sich gelohnt!

Das Drei Mädel Hofkaffee ist ein echter Geheimtipp. Ich bin spontan sehr verliebt! Das Café ist liebevoll eingerichtet und wir fühlen uns so wohl in diesem warmen und gemütlichen Innenraum.

Vor allem haben wir Glück, dass an diesem kalten Wintertag wenig Wanderer unterwegs sind. Einer der drei Tische ist frei für uns, fast so, als hätte das Café schon auf uns gewartet.

Meine fruchtige Mango-Torte ist mit Mandarinenstückchen garniert und die Hefeklöße schwimmen in Vanillesoße und sind mit Heidelbeeren gekrönt. Wir genießen die Pause in diesem süßen Café sehr! Mein Mann und ich bestellen noch große Kaffee, die Kinder jeweils einen Kinderpusch. Maxi sucht sich noch eine Kunst-Postkarte aus, die sie an ihre Freundin in Italien schicken möchte.

Während des Schlemmens stimmten wir ab: Wollen wir die Wanderung fortsetzen oder fahren wir wieder nach Hause? Nach zwei Stunden im kalten Winterwald entschieden wir uns für die Rückfahrt. Auch wenn wir den Streifzug nicht komplett abgeschlossen haben, sind wir stolz, dass wir ihn ohne Hals- und Beinbruch überleben konnten und dass wir das wunderschöne Café entdeckt haben. Das nächste Mal kommen wir im Sommer wieder.

Nur wenige Schritte vom Drei Mädel Hofkaffee liegt eine Bushaltestelle der Linie 92, die uns zur Gottfried-Keller-Straße in Dresden Cotta brachte. Von hier aus trennten sich unsere Familienwege, weil mein Mann noch zu einem Magic-Abenteuer weiterfuhr (Karten spielen mit Freunden) und wir uns auf den Heimweg machten. Die Straßenbahn fuhr uns wieder in die Innenstadt zurück.

Alles in allem eine aufregende erste Wanderung, mit der ich endlich meine Wanderschuhe eingelaufen habe. Im Sommer schreit sie nach einer Wiederholung – dann vielleicht bis zum Zschornergrundbad für eine Abkühlung?

eure

Schriftzug Dresden Mutti

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Ich bin Nadine.

38 Jahre alt, Mama von zwei Töchtern, verheiratet und berufstätig in Vollzeit als Online Redakteurin.

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