Was sind meine liebsten Entspannungstechniken? [Blogparade]

Das Leben ist manchmal hart und dann wird man gnadenlos und ohne Vorwarnung vom Stress überrollt. Kawumm! Wie soll ich dann so plattgefahren allen ToDos gerecht werden? Mama, Mama, Mama – Mach doch mal dies und tu doch mal das…

Ich nehme heute an Leas Blogparade „Entspannung und Stressbewältigung“ vom Blog kommunikatz teil, die in die Runde fragt: „Was sind Eure Strategien, wie kommt Ihr zur Ruhe und wie geht Ihr mit Stress um?“ Hier gibt´s einen Einblick in meine liebsten Entspannungstechniken.

Kleine Stress-Geschichte: Wird es irgendwann leichter?

In so vielen Phasen meines Lebens fühlte ich mich mehr als gut ausgelastet
– und dann kamen trotzdem noch Steigerungen dazu. Das war verrückt! Hier folgt (m)eine persönliche kleine Stressgeschichte:

Sicherlich hatte ich auch während des Abis schon eine stressige Zeit erlebt, doch anhaltend anstrengend wurde es erstmalig in der Ausbildungszeit. So 40 Stunden zu arbeiten, war echt kein Pappenstiel. Mit 19 Jahren musste ich zudem neben der Arbeit plötzlich meinen eigenen kleinen Haushalt stemmen… Mimimimi… Das tat ich auch mehr schlecht als recht, häufig ziemlich erschöpft. Der Dönerimbiss und die Aufbackpizza wurden meine besten Freunde in dieser Zeit. Ich war von 7:30 Uhr bis 19:30 Uhr unterwegs und froh, wenn ich abends einfach die Füße hochlegen konnte.

Doch es ging noch schlimmer: Im Studium steigerte sich das Stress-Level, obwohl alle eine chillige Zeit prophezeiht hatten. Was war hier los? Ich studierte Germanistik und nicht Biomedizin – das hatte ich mir anders vorgestellt. Häufig schwirrte mir der Kopf und mir ging auch hin und wieder die Puste aus. Zwar standen im Schnitt nur drei Veranstaltungen täglich an, doch die Vor- und Nachbereitung hatte es in sich und nebenher jobbte ich noch etwa 15 Stunden/Woche. Da wuchs mir manchmal alles über den Kopf, auch wenn ich das Studium trotzdem vermisse.

Rückblickend hat es etwas romantisches, immer über Büchern und Aufsätzen zu hängen. So viel werde ich im Leben nie wieder lesen!

Was dem Leben die Krone aufsetzte, war die Geburt meiner zwei kleinen Kinder. Jetzt lernte ich kennen, was Anstrengung wirklich war und wie kräftezehrend das Leben sein kann. Meinem Mann und mir machte in erster Linie der Schlafmangel zu schaffen, der alles lähmte.

Nach der Geburt von Töchterlein 2 hielten wir der schlimmsten Stresszeit stand: Zu wenig Schlaf, zu viele To-Dos. Haushalt, Studium, Nebenjobs. Stillen, Stillen, Stillen. Und dann… wurde es wieder leichter.

Pendelt sich das Stressbarometer wieder im Norm-Bereich ein?

Meine erste „richtige“ Arbeitsstelle trat ich erst an, als meine Töchter schon 6 Monate und 2 Jahre alt waren. Als Mama also. Obwohl der Schlafmangel noch sehr präsent war, merkte ich doch, es ging bergauf! In langsamen Schritten wurden die Kinder größer und das Stress-Barometer sank wieder in den grünen Bereich.

Wenn die Kinder ihre Kleinkindzeit hinter sich haben,wird das Leben wieder leichter. Kleine Entspannungstechniken können natürlich wenig ausrichten, wenn du dauerhaft am Limit lebst. Dann stehen eher grundsätzliche Lebensentscheidungen auf der Agenda, die zum Beispiel eure Arbeitszeiten und sicherlich auch die Kinderbetreuung betreffen.

Für den kleinen Stress helfen verschiedene Methoden zur Entspannung und das Wissen: Es war schon einmal viel schlimmer und heute Nacht, da werde ich RICHTIG GUT SCHLAFEN! Denn das habe ich Babyeltern auf jeden Fall voraus.

Rot, rot, rot? An der Nähmaschine komme ich wieder runter

Wenn mir alles zu viel wird, hilft es oft, die To-Do-Liste wegzupacken und stattdessen die Zeit mit etwas Schönem zu verbringen. Mein großes Hobby ist seit 4 Jahren schon das Nähen. Dabei kann ich in einer anderen Welt versinken, muss mich konzentrieren und darf gleichzeitig kreativ sein. Der Stress bleibt außen vor und ich kann mich entspannen.

Meine Kinder sind 6 und 4,5 Jahre alt. Sie können sich in der Zeit gut selbst beschäftigen und spielen um mich herum. Da ich keine Angst mehr haben muss, dass sie sich an Stecknadeln oder Schneiderscheren verletzen, ist das Hobby gut mit der „Kinderbetreuung“ vereinbar.

Was ist entspannender als Wasser?

Wenn der Wurm drin ist und ich nicht nähen möchte oder die Wohnung so verwüstet ist, dass ich einfach nur weg will, dann ist ein Spaziergang an die Elbe das Richtige. Hier kann man sitzen und aufs Wasser starren. Die Elbe lässt sich das gefallen. „Starr mich ruhig an“, flüstert sie. „Das macht mir nichts aus.“ Beim Starren kann ich die restliche Welt gut vergessen.

Das Beste: Meine Kinder lieben es, im Elbsand zu spielen. Hier kann man mit Stöcken, Steinen und Muscheln kreativ werden oder die Füße ins Wasser halten. Sie sind also perfekt beschäftigt, während ich weiter den Fluss starre.

Entspannunstipp: Zeit für einen Kaffee – mit Freunden

Was mich auch entspannt ist das Faulenzen im Garten. Wir haben eine Hausgemeinschaft, in der sich fast immer jemand zum Reden findet, wenn man draußen in der Sonne sitzt. Hier können die Kinder mit Nachbarskindern spielen, während ich selbst im eigenen zu Hause rumlungere.

Es muss nicht immer ein (stressiger?) Ausflug ins Café sein. Mir reicht auch der Gartentisch vorm Haus.

Wie entspannst du?

deine

Schriftzug Dresden Mutti

5 Kommentare zu „Was sind meine liebsten Entspannungstechniken? [Blogparade]

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  1. Liebe Nadine,
    danke für diesen schönen, persönlichen Beitrag zu meiner Blogparade! Manchmal kann Entspannung so einfach sein – du bringst das echt gut auf den Punkt und hast offensichtlich die besten Rahmenbedingungen, bei allem Stress immer wieder Ruhe zu finden.
    liebe Grüße
    Lea

    Gefällt 2 Personen

    1. Hallo Lea, vielen Dank für deine Worte. Ich finde auch, dass wir uns inzwischen tolle Rahmenbedingungen geschaffen haben und es ganz gut läuft. Hoffentlich bleibt es in Zukunft auch insgesamt eher entspannt. LG Nadine

      Liken

  2. Ich dachte ja vor der Geburt meines Sohnes ich wüsste was Stress bedeutet. Hahahha! Natürlich nicht. Der Schlafmangel wurde für mich schlimm seitdem ich weniger stille. Die Hormone haben schon viel geholfen. Jetzt hilft wenn mein Mann ihn morgens mal nimmt und ich noch ein wenig länger schlafen kann. Und ganz doll: mit meiner besten Freundin ein paar Stunden in Ruhe schnattern. Liebe Grüsse, Anita

    Gefällt 1 Person

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