Lernen mit Kind – Wie geht das richtig?

Gastartikel von Patrick von TutorSpace

Lernen mit Kind ist für mich, seit meine Töchter in der Schule sind, ein wichtiges Thema. Soll ich sie alleine lernen lassen? Brauchen die Kinder noch Unterstützung? Und wie kann ich eigentlich am besten helfen? Durch seinen Background bei TutorSpace hat Patrick viel Erfahrung in diesem Bereich und ich freue mich, dass er sich angeboten hat, sein Wissen in einem Gastartikel mit uns zu teilen.

Viel Spaß beim Lesen!

deine Dresden Mutti

Lernen mit Kind – Wie geht das richtig?

Gemeinsames Lernen mit dem Kind ist oft nicht besonders effektiv und endet oft im Streit. Das muss nicht sein. In diesem Artikel erfährst du, wie ein harmonisches Lernen mit deinem Kind gelingen kann. 👨‍👩‍👦

  1. Mentalität
  2. Praktische Tipps
  3. Kreative Lernmethoden
  4. Hilfe suchen

Quelle: gifer.com

1. Mentalität beim Lernen mit dem Kind

Gemeinsames Lernen mit dem Kind kann tatsächlich beziehungsfördernd sein. Hierzu ist es allerdings wichtig, dass du mit einer richtigen Mentalität mit deinem Kind lernst. ❤️

Ruhe und Verständnis

Wichtig ist zuerst einmal, dass du immer im Hinterkopf behältst, dass du mit einem Kind lernst. Deshalb solltest du auch die Erwartung an die Lernfähigkeit deines Kindes haben, wie es auch für ein Kind angemessen ist. Dieser Gedanke klingt banal, doch er ist Gold wert, wenn dein Kind schon zum gefühlt hundertsten Mal denselben Fehler gemacht hat.

In einer solchen Situation ist es aber immens wichtig, dass du ruhig bleibst und dein Kind sachlich und verständnisvoll erneut darauf hinweist, dass es den Fehler gemacht hat. 🙇‍♀️

Ruhe und Verständnis sind sicherlich die mit Abstand wichtigsten Erfolgsgaranten für ein gemeinsames Lernen. Nicht laut zu werden, nicht die Situation eskalieren zu lassen und nicht deinem Kind allgemeine Vorwürfe wie „Nie kannst du dir etwas merken!“ an den Kopf zu werfen, mag manchmal anstrengend sein. Aber ein solches Verhalten wäre in keiner Hinsicht konstruktiv.

Richtiges “Tadeln”

Kinder sollten nämlich nur dafür gemaßregelt werden, was in ihrem Einflussbereich liegt. Das bedeutet, dass du dein Kind für eine aktive Weigerungshaltung durchaus tadeln solltest. Das können z. B. folgende Situationen sein:

Wenn dein Kind sich weigert, die Aufgabenstellung durchzulesen oder einfach nur an die Wand starrt, durchgehend sein Desinteresse und seine Lustlosigkeit bekundet oder „nicht bei der Sache“ ist. Dies alles sind Dinge, die dein Kind bewusst im Moment des Lernens steuern kann, weshalb hier tadeln auch durchaus funktioniert. 😫

Anders sieht es aus in Bezug auf Fehler deines Kindes. Das Schlimmste, was du tun kannst, ist, dein Kind für Fehler zu tadeln, obwohl du merkst, dass es sichtlich bemüht und motiviert ist. Dein Kind entscheidet sich nicht dafür, Fehler zu machen. Im Gegenteil: Es freut sich ebenfalls, wenn es erfolgreich ist und ist enttäuscht, wenn es Fehler macht.

Ein Tadel für etwas, das das Kind nicht bewusst gemacht hat, ist deshalb schwierig, weil dein Kind nicht weiß, was es anders machen soll. Dadurch kann es passieren, dass das Kind eine Furcht davor entwickelt, mit dir zu lernen, da es damit rechnet, Ärger für etwas zu bekommen, dass es nicht selbst beeinflusst. 🥶

Teamgeist

Mache dir selbst klar und vermittle deinem Kind, dass ihr ein Team seid und der gemeinsame Gegner die Klassenarbeit ist, die das Kind schreiben muss. Sage ihm, dass es dir darum geht, ihm zu helfen. Deshalb ist es auch ganz wichtig, dass ihr über die Fehler sprecht und gemeinsam überlegt, wie man diese beheben kann. 👫

In gleichem Maße ist es aber auch wichtig dein Kind zu loben. Loben kannst du dein Kind auch gerne dafür, dass es Themen schnell versteht und eine gute Auffassungsgabe hat. Wie bei den Fehlern ist es aber vor allem wichtig, die Motivation und das Engagement des Kindes zu loben. Das ist nämlich wiederum das, was dein Kind aktiv gestalten kann. Zeige deinem Kind, dass es selbst hierfür verantwortlich ist. 🥰

Lobe dein Kind aber auch wirklich nur, wenn es auch wirklich etwas richtig gemacht hat oder viel Engagement gezeigt hat. Anderenfalls wirkt das Lob irgendwann für das Kind unglaubwürdig.

Quelle: abc-kinder.de

2. Praktische Tipps zum Lernen mit dem Kind

Die richtige Mentalität für die Lernbeziehung zu deinem Kind ist der Schlüssel für ein erfolgreiches Lernen. Es gibt aber auch ein paar ganz praktische Tipps, die das Lernen mit deinem Kind leichter machen:

  • Pausen: Denk daran, dass auch du bei der Arbeit Pausen benötigst. Umso mehr benötigt dein Kind Pausen. Und wie auch du nach einem langen Arbeitstag entspannen möchtest, solltest du auch dein Kind nach getanem Lernen das machen lassen, worauf es Lust hat. 💡
  • Bedürfnisse des Kindes wahrnehmen: Das, wofür man sich selbst entschieden hat, macht man auch lieber. Dies gilt ebenso für dein Kind. Es spricht nichts dagegen, dein Kind zu fragen, ob es gleich nach der Schule mit dir lernen möchte oder zuerst ein bisschen spielen. Wenn es dann nicht lernen möchte, kannst du ihm sagen, dass es sich selbst dafür entschieden hat.
  • Gute Arbeitsumgebung: Bereite die Lernumgebung so vor, dass alle Materialien da sind, keine störenden Geräusche in der Nähe sind und vor allem keine Ablenkungen, die das Lernen unterbrechen würden. 🔕
  • Lebensrealität des Kindes: Lerne mit deinem Kind so, dass es dich versteht. Das bedeutet, dass du beim Erklären Begriffe und Vergleiche nimmst, mit denen das Kind etwas anfängt. Dies kann z. B. auch Bezug nehmen auf Serien, die dein Kind gerne schaut oder auf sein Spielzeug. So gelingt es dir, dass dein Kind etwas mit dem Lernstoff „anfangen“ kann und dieser so eher im Langzeitgedächtnis gespeichert wird.
  • Früh anfangen: Fange früh mit Lernen an. Es muss nicht sein, dass du ins Schwitzen kommst, weil am nächsten Tag die Klassenarbeit ist und dein Kind immer noch nichts versteht. Wenn du früh anfängst, kannst du auch mal eine Lerneinheit abbrechen, wenn dein Kind unkonzentriert wird. 🕧

3. Kreative Lernmethoden beim Lernen mit dem Kind

Mit dem Kind lernen muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass man nebeneinander an einem Schreibtisch sitzt und in ein Schulbuch schaut. Das ist sowohl für Eltern als auch Kinder nur in sehr geringem Maße attraktiv. Nutze stattdessen kreative Lernmethoden, sodass das Kind einen positiveren Bezug zu dem Lernstoff hat und sich diesen leichter merken kann 🧐:

Lernstoff zum Alltag machen

Wenn dein Kind das kleine 1×1 lernen soll, dann hänge doch im Bad eine Mal-Folge auf. Solche Klebezettel mit Lerninhalten lassen sich theoretisch im ganzen Haus aufhängen. Diese Art des Lernens bietet sich vor allem für Lerninhalte an, die kurz und knapp sind und möglichst tief im Langzeitgedächtnis des Kindes landen sollen. Dazu gehören die schon erwähnten Mal-Folgen, aber auch Vokabeln in Sprachen. 🌈

Digitale Medien

Kinder haben scheinbar von Natur aus eine hohe Faszination für alles Digitale. Das solltest du dir definitiv zu Nutze machen. Im Internet gibt es eine schier nicht enden wollende Anzahl an Möglichkeiten, wie man digital lernen kann. Hier ein paar Empfehlungen 👨‍💻:

  • Anton: Die Lernapp Anton ist an die Bildungspläne der Kinder angepasst und fragt die Kinder spielerisch den Lernstoff ab.
  • Diggipuzzle: Auf der Internetseite Diggipuzzle.net finden sich ganz viele verschiedene Lernspiele, die an übliche Computerspiele wie z. B. PacMan angelehnt sind, aber dabei beispielsweise das Rechengeschick im Zahlenraum 1–100 abfragen.
  • YouTube: Auf YouTube finden sich ganz viele verschiedene Lernvideos, z. B. auf dem Kanal “Kinderlieder zum Lernen”. Hier findest du eine Kostprobe mit einem Lied zum Erlernen von Plusrechnung 😊:

Verliebte Zahlen || Kinderlieder zum Lernen

4. Hilfe suchen

Wenn du merkst, dass es einfach nicht gelingen mag, dass ihr gut zusammen lernt, kann es auch Sinn ergeben, sich nach Nachhilfe umzuschauen. Es ist schließlich keine Lösung, dass du aufgrund von Konflikten beim Lernen die Beziehung zu deinem Kind schädigst. 🙆‍♀️

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man Nachhilfe finden kann. Möglichkeiten hierfür sind z. B. sich im privaten Umfeld umzuhören, ob du jemanden kennst, der gut mit deinem Kind umgehen kann und sich in einem Schulfach auskennt. Eine weitere Möglichkeit ist es, nach Nachhilfeinseraten Ausschau zu halten. ✍️

Dies geht auch ziemlich einfach über Nachhilfeplattformen wie z. B. die Plattform TutorSpace. Ebenso gibt es die Möglichkeit, Nachhilfe bei großen Anbietern wie Schülerhilfe oder Studienkreis zu nehmen, die es in fast jeder größeren Stadt gibt. Außerdem bieten auch die Schulen selbst teilweise Nachhilfe an.

Falls du den Verdacht hast, dass dein Kind eine Lernschwäche hat, solltest du eventuell auch sonst überlegen, nach einer Lerntherapie zu suchen. 👍🏻

5. Fazit

Beim Lernen mit deinem Kind solltest du darauf achten, die Sache mit dem richtigen Mindset anzugehen, praktische Tipps umzusetzen, die das Lernen effektiver und harmonischer gestalten und bei den Lernmethoden kreativ werden. Falls dies nicht gelingt, besteht die Option, sich nach Nachhilfe umzuschauen.

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