Auf Balkon und im Garten lassen die Blumen so langsam ihre Köpfe hängen? Dann ist jetzt eine gute Zeit, das Saatgut einzusammeln. Lasst dabei gern noch etwas zum Knabbern für die wilden Federfreunde übrig. Die restlichen Blüten könnt ihr Trocknen und dann alsbald die Samen entnehmen. Wir haben in den letzten Wochen unsere Sonnenblumen vorbereitet: wohin nun aber mit den Kernen?


Samentüten selber basteln
Mini brachte eine Idee aus der Schule mit, die flink umzusetzen ist: wir basteln uns einfach Samentüten, die wir dann bemalen und beschriften. Oder wir falten uns mit Origami-Papier kreative Tütchen, um die Kerne aufzubewahren. Dazu braucht es erstmal nicht viel mehr als ein quadratisches Papier und bunte Stifte.


Auf dem linken Bild hier oben seht ihr, dass wir jetzt im Oktober so einiges im Garten ernten und verarbeiten, darunter Cosmea-Blumensamen, die lila Blüte unten, und die Sonnenblumenköpfe, rechts unten im Bild in einer Schüssel.
Das quadratische Papier falten wir einmal diagonal und legen das Papier dann so, dass die Spitze von uns weg zeigt. Dann werden die unteren beiden Ecken jeweils zur Mitte der gegenüberliegenden Kante gefaltet, gern auch etwas darüber. Zum Schluss stecken wir das oben liegende Dreiecke in die entstandene Lasche (Faltkante, siehe Bild) und schon ist das Tütchen fertig.



Erst basteln, dann malen
Wer die Samentütchen mit seinen Kindern bastelt, der verwendet am besten griffiges weißes Papier, das sich im Anschluss noch bunt bemalen lässt. Zeichnet zum Beispiel die Pflanze darauf, deren Samen ihr verpackt habt. Ich habe auf die Rückseite, weil der Stempel noch bei mir zu Hause lag, „made in Johannstadt“ gestempelt. Den Stempel hat Luna hergestellt und er wird jetzt zeitnah im Stadtteilhaus Johannstadt einziehen, damit wir ihn immer da haben, wenn wir etwas bestempeln wollen. Ich liebe ihn sehr, wie man sieht.


Die Samentütchen werden übrigens verschlossen, in dem ihr die andere Lasche oben auch in die entstandene Lasche schiebt. Das habt ihr euch vielleicht schon gedacht?
Kleine Entdeckung: Saatgutbibliothek Dresden
Kaum gebastelt habe ich in der vergangenen Woche eine neue Entdeckung gemacht. In Dresden gibt es in der Bibliothek auch eine Saatgutbibliothek! Aktuell startet dort die Saatgutrücknahme in der Zentralbibliothek.
So funktioniert’s:
1. Saatgut trocknen: heimisches, regionales Saatgut sowie alte Sorten
2. Saatgut verpacken und beschriften: Name der Pflanze, Erntedatum, Besonderheiten
3. Saatgut abgeben: an allen öffentlichen Service-/Info-Plätzen in der Zentralbibliothek oder postalisch
Die Eröffnung der Saatgut-Bibliothek und die Ausgabe der Sämereien ist für den 22. Februar 2027 geplant.
eure

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