Jahresrückblick 2019 – Das war los bei Dresden Mutti?

Hand hoch: Wer vermisst 2019 jetzt schon? Ich auf jeden Fall und zwar in erster Linie wahrscheinlich aus Liebe zu der Zahl, die so viel schöner ist als das runde 2020. Schaut mal hin: 2019! Wie sich das schreibt und spricht mit seinen Ecken und Kanten, aber auch Rundungen. So war natürlich auch das Jahr an sich: manchmal rund, manchmal ziemlich eckig. Lasst es uns noch einmal Revue passieren.

Heute nehme ich an der Blogparade von Mama mal 3 teil und werfe einen Blick auf die vergangenen 365 Tage.

Ein ruhiges Jahr zieht vorüber

Verglichen mit anderen Jahren war 2019 ziemlich ruhig. Keine neuen Kinder, kein Umzug, kein Jobwechsel.

Eine große Neuerung gab es dann zur Mitte des Jahres aber doch, als mein Mann seine Erzieherausbildung starten durfte. Das hat unsere Familiensituation doch kräftig durcheinander würfelt. Ich merke nämlich gerade, wie chillig es doch war, als wir noch nicht beide voll berufstätig waren bzw. als mein Mann jeden Abend und jedes Wochenende zu Hause war (bzw. wir uns da flexibel abstimmen konnten).

Zudem haben wir inzwischen ein Schulkind und der Einstieg in die Schule wurde mit einer großen Feier zelebriert, wie das in Sachsen typisch ist.

+ Was lief 2019 richtig rund?

Mein Blog, den ich Mitte 2018 gegründet habe, lief dieses Jahr richtig gut an. Direkt Anfang des Jahres entschied ich mich, nach Berlin zur Blogfamilia zu fahren, was wirklich eine gute Entscheidung war, obwohl ich mich als Neuling zunächst einmal umschauen musste, denn viele der Nasen kannten sich natürlich schon längst. Ich fand es ziemlich toll und werde auch 2020 wieder gern mit dabei sein.

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Angekommen!!! #blogfamilia #elternkonferenz #berlin

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Auf meinem Blog haben viele tolle Artikel ihren Weg ins Netz gefunden, einige gelungene Kooperationen konnte ich an Land ziehen und ich habe bei der Blogparade von „Schau hin – Was dein Kind mit Medien macht“ den ersten Platz belegt! WUHU! Gegen Ende des Jahres wurde es hier zwar wieder etwas ruhiger, aber das liegt auch daran, dass ich mich gerade neu sortiere und schaue, was mir gut tut und was weg kann. So habe ich letztens auch meinen Instagram-Account endlich gekillt, der mich so gar nicht glücklich gemacht hat! Für den Blog schlägt mein Herz nach wie vor und ich möchte viele Themen für ihn aufbereiten – dazu komme ich dann wieder mehr im neuen Jahr.

Auch meine Arbeit lief 2019 rund, kann ich so sagen, auch wenn sicherlich viele Schlangenlinien dabei waren. Aber ich hatte viel zu tun im positiven Sinne und bin echt froh, hier gelandet zu sein. Wir haben dieses Jahr auch viele Neuerungen umgesetzt, die ich positiv bewerte. Klar, es ist hin und wieder holprig, auch mal mit kräftig Gegenwind und allem drum und dran, aber trotzdem mag ich´s hier.

Überraschend schön war auch unser Urlaub am Briesensee im Spreewald, der nur einen Katzensprung von uns entfernt liegt und so idyllisch war, das die Kinder auch nächstes Jahr unbedingt wieder dort verbringen wollen. Für mich habe ich gemerkt, dass ein Abschalten von der Welt zwischendurch wirklich gut tut und man einfach mal Zeit alleine braucht. Meine Freundin lachte letztens über dieses ALLEINE: „Nadine, du bist doch aber nie alleine!“- Das stimmt. Auch wenn ich alleine bin, also nicht auf Arbeit oder mit Freunden unterwegs, dann habe ich noch meinen Mann und meine Kinder um mich herum oder zumindest die Kinder, der Mann ist natürlich nicht non-stop bei mir. So ist das und ich kann darin trotzdem meine Ruhe finden, vor allem an einem See mit einem guten Buch in der Hand. Keine ToDos, keine Ausflüge, nur mal ein Spaziergang, Eis essen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen.

– Was hat mich 2019 gestresst?

Drei Dinge haben in diesem Jahr gestresst und sind der Erwähnung an dieser Stelle unbedingt wert. Zum ersten war das die Sache mit der Schule, die ja nicht nur eine Schuleinführung ist ala „nach den Ferien gehst du auf die Grundschule“, sondern ein langwieriges Bewerbungsverfahren. Da war der lange Weg der Waldorfschulanmeldung, der uns viele Nerven und viel Zeit geraubt hat und bei dem ich so sicher war, dass es klappen würde. Bei dem tollen Kind. Und den tollen Eltern. Aber dann kam die Absage und wir sind auch nie nachgedrückt, was wirklich frustrierend war, weil wir doch sehr an uns geglaubt hatten… Als dann auch die Absage der städtischen Schule unserer Wahl kam, war die Stimmung total im Keller! Dank Schulpflicht bekamen dann eine andere Schule zugewiesen, sodass Maxi nicht gänzlich ohne Bildung aufwachsen muss.

Was außerdem nicht rund lief, war die Arbeit meines Mannes, denn kaum hatte er / hatten wir einen Stein zur Seite geräumt, legte die Stadt ihm einen neuen vor die Füße. Als Mitarbeiter im Hortbereich sollte er nur noch bis Jahresende beschäftigt sein. Würde er die nebenberufliche Ausbildung machen, könnte er aber weiter beschäftigt werden. Seine Bewerbung um einen Ausbildungsplatz – wurde abgelehnt. Es folgte ein langwieriges Hin und Her zwischen ihm, der Schule, der Stadt, dem Personalrat usw. und ein paar Wochen vor Schuljahresbeginn durfte er doch in die Ausbildung starten. Allerdings ist sein Abitur schon so lange her, dass er auch Deutsch, Mathe und Ethik belegen muss. Ernsthaft, Ethik! Er hat einen Bachelor in Philosophie… Wahrscheinlich werden wir jetzt 4 Jahre lang Spaß an seiner Ausbildung haben, die natürlich schlaucht, vor allem weil er jeden zweiten Samstag und jeden Mittwoch Abend und jeden Freitag in der Berufsschule ist – das heißt für mich, dass ich an diesen Tagen nichts alleine machen kann. Kurztrips zu Freunden sind nur jedes zweite Wochenende möglich, Ausgehen an einem Mittwoch gar nicht.

Der letzte Stress war nur der Umzug meiner Schwester, der an sich gut verlief, aber da ich ihr unbedingt helfen wollte, auch viel Arbeit bedeutete. Inzwischen ist er aber geschafft und das Jahr kann gemütlich ausklingen.

+ Was habe ich 2019 gelernt?

In diesem Jahr habe ich sehr viel Finanzwissen in mich aufgenommen und dann auch direkt in meine ersten Aktienfonds und Aktien investiert. Wer hätte gedacht, dass es so einfach ist und auch so viel Spaß macht? Die Börse ist nicht nur was für die „grauen Männer“, sondern durchaus auch für junge Frauen. 2020 werde ich sicherlich noch andere Dinge ausprobieren und wer weiß, vielleicht finde ich ja noch den Schlüssel zum großen Reichtum.

In diesem Jahr habe ich spannende Erziehungsbücher gelesen wie „Panda Mama“ von Esther Wojcicki oder aktuell „So viel Freude, so viel Wut“ von Nora Imlau. Beim Lesen von Ratgebern/Sachbüchern lernt man immer etwas dazu oder gewinnt sogar eine neue Sicht auf die Dinge. Panda Mama hat meinen Fokus sehr dahin verschoben, den Kindern mehr Selbstständigkeit zuzutrauen und Lernprozesse besser zu verstehen – auch im Schulischen. Grundsätzlich ist Kinder-Erziehung ein Themenfeld, das mich wirklich sehr interessiert, seit ich selbst Kinder habe.

Letztes Jahr schrieb ich 31 Dinge auf, die ich in 31 Jahren gelernt habe. Als Punkt 32 würde ich hinzuschreiben:

Schulen sind kein guter Lernplatz

Hier fällt mir auch ein Beispiel aus „Panda Mama“ ein. Als Journalismus-Lehrerin an einer Highschool wurden ihr von den Schülern Artikel zur Benotung eingereicht, doch sie gab nicht etwa eine 4 und damit war die Arbeit abgeschlossen, sondern die Schüler konnten den Artikel so lange verbessern, bis sie mit ihrer Note zufrieden waren. Nicht nur der Lerneffekt ist größer, auch die Angst, etwas falsch zu machen schwindet. Und ich finde, es bereitet auch grundsätzlich besser aufs Leben vor, denn man kann sich immer in dem, was man tut, verbessern.

Was kommt 2020 auf mich zu?

Meinen Instagram-Profil habe ich 2019 erfolgreich gekillt (was schade ist, weil sich die Bilder hier so entspannt einbinden lassen), aber auf meinem Dresden Mutti-Blog wird es auch im neuen Jahr viel zu lesen geben. Hier fließt jetzt wieder alle Power hinein. Das Bloggen macht mir im Gegensatz zu Instagram echt Spaß und ich weiß, dass ich viele regelmäßige Leser habe, die meinen Content mögen.

Einige coole Blogartikel habe ich schon in der Pipeline für euch. So wird es auf jeden Fall etwas zu Lesen über die Erzieher-Ausbildung in Sachsen geben. Hier schreibe ich an einem Ratgeber-Artikel mit Insiderwissen und guten Tipps. Dann wird das Thema Finanzen auch nochmal in den Fokus rücken und ich hoffe, es ist euch nicht zu trocken. Doch mal ehrlich: Habt ihr keinen Bock drauf, reich zu werden? Meine Leseecke hier im Blog werde ich auch weiter ausbauen, um euch einen Überblick über aktuelle Erziehungsratgeber zu bieten – und vor allem werde ich die Learnings für euch zusammenfassen. Dann müsst ihr die Bücher gar nicht unbedingt selber lesen.

Privat kommt auf mich keine große Veränderung zu (soweit ich weiß). Wir müssen weiterhin das Leben zweier Vollzeit-Eltern stemmen, was einige Herausforderungen mit sich bringt. Vielleicht kann ich das Marketing von Maxis Grundschule noch etwas mehr unterstützen sowie bei der Organisation des Flohmarkts mithelfen. Die Schule braucht dringend mehr Öffentlichkeitsarbeit!

Mehr kann ich zu 2020 noch gar nicht sagen; mein Kopf ist von 2019 noch gut gefüllt…. Die ToDo-Listen sind wirklich noch überfüllt und geben mir aktuell keinen Raum für Neues.

Wie ist das bei euch? Arbeitet ihr auch noch die Altlasten von 2019 ab oder seid ihr schon startklar für neue Projekte?

eure

Schriftzug Dresden Mutti

4 Kommentare zu „Jahresrückblick 2019 – Das war los bei Dresden Mutti?

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  1. Hey das mit der Blogfamilia kannte ich gar nicht . Und so ein junger Blog der schon Kooperationen hat ist ja mal ein echter Erfolg !

    Das mit den Aktien ist eine sehr kluge Entscheidung !! Ich mache das schon länger und trotz Titeln die 1,5 Jahre zum Teil brauchten um ins Plus zu kommen hat sich jede Investition am Ende gelohnt .
    Meine Tochter hat auch einen ETf statt langweiligen Sparbuch .

    Vielleicht sollte ich dazu mal bloggen ?

    Erzieherasubildung in Sachsen klingt interessant . Mein Mann ist gelernter Erzieher aber war sehr unhappy in dem Job und macht seid 11 Jahren was ganz anderes

    Gefällt 1 Person

    1. Sag Bescheid, wenn du dieses Jahr auch zur Blogfamilia kommst 🙂 Ein Beitrag über Investments für Kinder klingt durchaus interessant. Ich lege ehrlich gesagt gar nichts für die Kinder an, fände daher die Motivation dahinter auch ganz interessant.
      Mein Mann ist schon einige Jahre Erzieher, bislang nur ohne die Ausbildung, und es macht ihn happy, vor allem da er jetzt auch schon seine eigene Klasse hat. (Er arbeitet an einer Grundschule). Für ihn passt das, denke ich.

      Gefällt 1 Person

      1. Das Datum für die nächste Blogfamilia passt leider nicht da ich zu dem Zeitpunkt einen Säugling habe und dann nicht Bach Berlin fliegen möchte sondern erst mal ankommen im Haus und mit zwei Kindern – echt schade!!

        Grundschule ist sicher auch nochmal was anderes . Mein Mann war immer in Kinderheimen

        Gefällt 1 Person

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