11 Gründe, warum Familien KiTas lieben (sollten)

Kindergarten als „Fremdbetreuung“ … Kindergarten als „Verwahranstalt“ … Als wären die letzten Jahre, Jahrzehnte, sogar Jahrhunderte der Kindererziehung durch Tagesmütter, Kindergärten, KiTas und Krippen in unserer Gesellschaft unsichtbar, müssen die heutigen Einrichtungen noch immer gegen ein negatives Image ankämpfen. Wie schade! Ich kann für mich persönlich und für meine Töchter sprechen: wir erleben KiTa als wundervollen ORT FÜR DIE KINDER. Hier ist nichts fremd, sondern alles sehr nah, eine „Nähebetreuung“ quasi. In der KiTa

wird gespielt, gelacht, getobt, gesungen, gebastelt, musiziert, geturnt und gelernt. Die Kinder erleben Ausflüge und Projekte, dürfen matschen und malen, usw.

Kürzlich stieß ich bei echtemamas.de auf den Artikel „ICH KANN WEGEN DER HOHEN KITAGEBÜHREN NICHT ARBEITEN GEHEN„, der für kontroverse Diskussionen sorgte und mich zu diesem Beitrag inspirierte. In dem beschriebenen Fall kamen auf eine Familie 732 € Kitagebühren zu, also deutlich mehr KiTa-Gebühren als in Dresden. In der Diskussion wurde deutlich, dass KiTas in unserer Gesellschaft anscheinend nur nach zwei Kriterien gesehen und bewertet werden: als „Betreuung“ und als „Kostenfakor“. Wie ist es aber mit weiteren positiven Kriterien, nach denen wir KiTas beurteilen sollten? Auch ich finde 732 € zu viel Geld für Familien, das möchte ich gar nicht diskutieren. Mir geht es darum, KiTas nicht nur als Aufbewahrungsorte für unsere Kinder zu sehen, wenn wir arbeiten. KiTas sind viel mehr als Kinder-Aufbewahrung, sie sind sehr wervoll.

In ihrem Ursprung waren KiTas zwar durchaus „Verwahranstalten“, doch zum Beispiel setzte der 1840 ins Leben gerufenen Kindergarten von Friedrich Fröbel bereits auf eine „Pädagogik vom Kinde her“. Auch schon früher, so beschreibt der Tagesspiegel in 175 Jahre Kindergarten habe es immer wieder Ansätze gegeben, welche die Würde des Kindes in den Vordergrund stellten sowie das Recht auf freie Entfaltung betonten. Aus der Not (Aufpassen auf die Kinder) wurde eine Tugend, ein kleines Kindertobeland, das den Kindern eine erlebnisreiche Zeit im Kreise anderer Kinder schenkt, sie dabei fördert und in diversen Bereichen bildet.

In diesem Artikel habe ich 11 Dinge zusammengetragen, die Familien an KiTas lieben sollten. Selbstverständlich kann ich nicht für alle Eltern und gleich gar nicht für alle Kinder sprechen. Jeder Junge und jedes Mädchen und jedes diverse Kind ist anders in seinem Charakter, in seinem Erleben und in seiner individuellen Gefühlswelt. So gibt es auch Kinder, die in einer KiTa nicht gut aufgehoben sind beziehungsweise die ein besonderes Konzept benötigen. Auch hängt die Qualität einer Einrichtung immer von der Qualität der Erzieherinnen und Erzieher ab und diese wiederum benötigt positive Rahmenbedingungen. Zu den Rahmenbedingungen zählen:

  • faire Löhne
  • faire Ausbildungsgehälter
  • niedrige Betreuungsschlüssel
  • Teilzeit-Möglichkeiten
  • Weiterbildungsangebote
  • Gelder und Materialien, um Ideen und Projekte mit und für die Kinder umsetzen zu können
  • usw.

Nun aber zu den 11 Dingen, die KiTas in meinen Augen so stark machen.

11 Gründe, warum ich KiTas liebe

1) Ein Ort FÜR unsere Kinder

Der erste Kindergartentag ist für viele Familien ein sehr emotionaler Moment. Manche Eltern schauen mit Wehmut auf ihr Kind, das nun erste eigene Wege gehen wird, doch schwingt nicht auch immer Vorfreude und Spannung mit? Wie wird es dem Kind gefallen? Wird es Spaß haben? Wird es Freundschaften schließen? Schabernack treiben? Singen, lachen, toben? Als unsere damals 2 Jahre alte Tochter zum ersten Mal mit ihrem kleinen Rucksack und den witzigen Zöpfchen, die nach links und rechts von ihrem Kopf abstanden, zur KiTa ging, hüpfte auch mein Herz vor Aufregung und Freude für sie.

spielplatz reisewitzer straße Schiff

Eine KiTa ist ein Ort FÜR Kinder. Hier stehen die Kleinsten im Mittelpunkt, alles dreht sich um:

  • das Wohlbefinden der Kinder
  • die Gesundheit der Kinder
  • die Interessen der Kinder
  • die Befindlichkeiten der Kinder

Schon bei der Inneneinrichtung fallen die niedrigen Geländer an der Treppe auf, kleine Kloschüsseln und tief angebrachte Waschbecken. Auf den KiTa-Stühlen fühlen sich Erwachsene wie Riesen und irgendwie „fehl am Platze“. Kein Wunder: eine KiTa ist ein Kinderland! Hier steppt der kleine Bär, der große darf derweil arbeiten gehen, auch wenn er jetzt ebenfalls lieber die Legoburg aufbauen würde.

2) Wohlbefinden durch Nähe und Beziehungen

Vor einigen Blogbeiträgen habe ich bewusst entschieden, das Wort „Fremdbetreuung“ aus meinem Blog-Vokabular zu streichen, denn für mich drückt die Bezeichnung nicht annähernd aus, was eine KiTa ausmacht. Sie ist im Gegenteil sogar irreführend und bringt KiTas auf das Level der Verwahranstalten von vor 200 Jahren zurück, in denen Arbeiterkinder einst untergebracht worden waren.

KiTas heute bauen auf Beziehungen auf. Die Mädchen und Jungen dürfen eigene Abenteuer außerhalb des Elternhauses erleben und sind dabei immer in Gesellschaft. Bereits in der Eingewöhnungszeit werden die Erzieher*innen und andere Kinder zu Lieblingsmenschen, mit denen die kleinen Knirpse ihren Tag verbringen – natürlich finden auch Kinder nicht jede Bezugsperson und jedes Kind gleichermaßen toll. Zu Beziehungen gehören auch Streitereien, Machtkämpfe und Rivalität. Das kennen wir auch von Zuhause, wenn sich die Geschwisterkinder balgen und auch diese Beziehungen sind von Wert.

Ein Kindergarten möchte ein sicherer Hafen für die Kinder sein, an dem sie Geborgenheit spüren und sich wohl fühlen können. Meine große Tochter ist inzwischen schon seit 1,5 Jahre ein Schulkind und hält doch noch immer täglich Ausschau nach ihrer Erzieherin, wenn wir an der KiTa ankommen, um die Schwester abzuholen. Die Erzieherin oder der Erzieher wird zu einer wichtigen Person im Kinderleben, die es durchaus mit dem Opa oder der Tante aufnehmen kann.

Ich empfehle daher auch, den Kontakt zum Kindergarten noch weiter aufrecht zu erhalten, wenn die Schulzeit startet. Die Sehnsucht nach der KiTa ist bei den jungen ABC-Schützen anfangs häufig groß und es fällt nicht immer leicht, den gewohnten sicheren Hafen gegen das Schulleben einzutauschen, in dem ganz andere Erwartungen an die Kinder herangetragen werden. Sicherheit, Nähe und Geborgenheit aus dem Kindergarten stehen nicht mehr länger im Vordergrund. Während Erzieherinnen und Erzieher viel kuscheln, weicht die körperliche Nähe aus der KiTa-Zeit anderen Schwerpunkten in der Schule.

Besucht also auch mit euren Schulkindern hin und wieder die alte KiTa. Die Erzieherinnen und Erzieher freut es mit Sicherheit, wenn sie ihre Kinder wiedersehen können. Neben meinem Studium durfte ich selbst auch einige Jahre in einer privaten KiTa aushelfen und denke noch heute an den einen oder anderen kleinen Schatz, den ich dabei fest ins Herz geschlossen habe. Das bleibt gar nicht aus, wenn man sich täglich sieht.

3) Symbiose aus Spielen und Lernen

Mädchen, Jungen und diverse Kinder verspüren einen immensen Spieltrieb, den sie in der KiTa auf vielfältige Weise ausleben können. Selbstverständlich sind heutzutage auch viele Kinderzimmer zu Hause wie kleine Miniatur-Kindergärten ausgestattet: Spielsachen, Nestschaukeln, Rutschen und Baumhäuser finden viele Kinder auch zu Hause. Hier geht der Reiz für die Kinder von „dem Anderen“ aus. Zu Hause spielt das Kind zum Beispiel mit dem Piratenschiff, in der KiTa werden Puppen im Wagen durch den Garten geschoben. Zu Hause baut das Kind Legotürme, in der KiTa verkleidet es sich gern.

So überladen Kinderzimmer heute auch sein mögen, es findet sich für jedes Kind in der KiTa ein Spiel, das es zu Hause nicht hat oder in den Untiefen der Schubladen und Spielzeugkisten nicht wiederfindet.

Hinzu kommt, dass die Einrichtung in Kindergärten nach bestimmten Konzepten zusammengestellt wird. Gruppenräume für Kleinkinder sind daher häufig eher schlicht eingerichtet, um weniger Reize auszusenden, die am Spielen hindern können. Die Spielzeuge werden nach pädagogischen Gesichtspunkten angeschafft und miteinander kombiniert. So kann das 1-jährige seine Grob-Motorik beispielsweise beim Klettern übers Pikler-Dreieck schulen, das 4-jährige Kind schult seine Fein-Motorik beim Aufstecken von Perlen. Erzieherinnen und Erzieher setzen verschiedene Geräte und Spielsachen in Szene, wenn sie einen Raum „spielbar“ machen.

Kleiner Erzieher-Tipp am Rande: Lasst den Sand im Sandkasten nicht mehr flach liegen, sondern schichtet ihn zu einem Berg auf. Die Kinder tragen den Sand dann ab, graben Tunnel, bauen Murmelbahnen, klettern drüber, ect. Probiert es mal aus.

4) Gesundheit und Wohlbefinden

Laut der WHO ist Gesundheit „der Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens (engl.: well-being) und nicht nur des Freiseins von Krankheit und Gebrechen. Sich des bestmöglichen Gesundheitszustandes zu erfreuen, ist eines der Grundrechte jedes Menschen“. Diese Umschreibung stammt von 1948 und ist noch heute eine wichtige Leitlinie für die Arbeit im Kindergarten.

Auf die kindliche Gesundheit zielen dabei nicht nur Sport und Bewegung ein, die fest im KiTa-Alltag zum Beispiel durch Turnen oder Bewegungsspiele integriert sind, sondern auch viele weitere Aspekte:

  • offener Umgang mit Gefühlen
  • Erfahrungen von Geborgenheit und Sicherheit
  • offener Umgang mit Konflikten
  • Aufbau vertrauensvoller Beziehungen
  • Erfahrungen von Anerkennung und Akzeptanz

Kinder werden im Kindergarten so gefördert und geleitet, dass sie in ein physisches und psychisches Gleichgewicht kommen. Im Kindergartenalter werden wichtige Grundsteine für die weitere Entwicklung gelegt. Daher zahlen die Einflüsse der Erzieherinnen und Erzieher auch langfristig auf das Kindeswohl ein. Auch Kinder, die aus einem Elternhaus kommen, das wenig Rückhalt bietet, können im Kindergarten lernen, eigenständig und positiv auf ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu achten.

5) Soziales Lernen

Wie fühlst du dich, wenn du mit deinen Freundinnen und Freunden zusammen bist?

Die Familie ist der erste soziale Lernort eines Kindes. Der zweite wichtige soziale Lernort ist die KiTa , die ebenfalls wie eine große Familie strukturiert ist. Hier können Kinder soziale Lernprozesse erleben, sich streiten, sich vertragen, miteinander spielen oder um Spielzeuge verhandeln. Situationen, in denen das soziale Lernen angeregt wird, müssen nicht künstlich geschaffen werden, sondern treten von selbst im Miteinander von Kindern auf.

Fledermaus Kostüm spielen mit Blumen

Kinder lernen im Kindergarten häufig ihre ersten richtigen Freundinnen und Freunde kennen. So manches Mal müssen die Eltern auch direkt weitere Treffen nach dem Kindergarten mit dem neuen Freund oder der neuen Freundin ausmachen, damit die Kinder direkt weiter miteinander spielen können. Ich selbst habe auch noch zwei feste Freundinnen, die ich aus dem Kindergarten kenne. Wie ist es bei dir?

Diese Aspekte gehören zum sozialen Lernen in der KiTa:

  • Herstellen von Kontakten mit anderen Kindern
  • Interaktionen mit anderen Kindern, z.B. durch Sprache, Blickkontakt oder Berührungen
  • Tausch von Spielsachen
  • Gemeinsames Spiel oder andere Interaktionen
  • Gemeinsames Lösen von Herausforderungen
  • Streiten, Versöhnen, Kompromisse eingehen

6) Ästhetische Bildung durch Musik, Malerei, Theater und Tanz

Ein Kindergarten bietet den kleinsten Zugang zu ästhetischer Bildung, der vielfältig erfahren werden kann. Es geht nicht darum, Kinder dauerhaft mit Musik-CDs zu beschallen, sondern ihnen Musik als Erlebnis zugänglich zu machen. Viele Erzieherinnen und Erzieher können ein Instrument spielen, das sie in ihrer Ausbildung erlernt haben. Beliebt ist auch das gemeinsame Singen und sich Bewegen, bei dem die Jungen, Mädchen und diversen Kinder spüren, wie sich Musik anfühlen kann.

Musik, Tanzen, Theater und Malerei sind eng miteinander verknüpft. Letztens hing ein sehr passendes Bild in unserem Kindergarten, in dem die Kinder ein Gedicht durch Wellen visualisiert haben. Hörbares wird Sichtbar. Genauso kann andersherum Sichtbares hörbar werden oder tanzbar.

Häufig stehen in KiTas Klangwerkstätten oder Kunsträume zur Verfügung und ein Turnraum, in dem getanzt wird. Viele ästhetische Erfahrungen warten in der KiTa auf die Kinder, wodurch unsere Töchter und Söhne nicht nur ihre Kreativität ausleben können, sondern auch ihren Körper und ihre Psyche ins Gleichgewicht bringen. Theater-, Sing- und Tanz-Aufführungen bieten zudem Gelegenheit, das erste Mal vor Publikum aufzutreten.

7) Naturwissenschaftliche Erfahrungen

In unserem Kindergarten gibt es eine Forscher-Ecke, in die Kinder ihre Schätze aus der Natur mitbringen können. In Gläsern verstaut findet man zum Beispiel Eierschalen, Baumpilze oder Federn. Wir selbst haben die Haut einer Blindschleiche beigesteuert, die wir 2018 beim Spazieren fanden. In unserem Bonner Kindergarten fanden für die Vorschulkinder regelmäßig Experimente statt, die von einer Erzieherin durchgeführt worden sind, die hierfür einen besonderen Faible hatte.

blaue Tulpe
Die blaue Tulpe – ein Experiment für die Schule

Die Welt um uns herum ist insbesondere für Kinder ein großes Rätsel und mit vielen Fragen verbunden. Warum ist es im Schatten kühler als in der Sonne? Wie kann ich mir Grün mischen? In der KiTa wird der Erkundungsdrang von Kindern unterstützt. In kleinen Projektteams kommen die Kinder zusammen und das Experiment wird besprochen. Was denkt Hanna, was mit dem Wasser im Kühlschrank morgen passiert sein wird? Hat Nele eine andere Vermutung?

Kinder sind von Natur aus neugierig und haben als solchen Erfahrungen in erster Linie großen Spaß. Sie merken kaum, wie sie entlang von Fehlern und Irrtümern am Ende doch die auf die richtigen Antworten stoßen und gemeinsam mit ihren Freundinnen und Freunden das Gefühl von Glück erleben, wenn Sie der Lösung auf der Spur sind.

8) Erfahrungen durch Räumlichkeiten

Hinter jeder KiTa steckt Raumkonzept, das Kinderherzen höher schlagen lässt. Warum? Weil unterschiedlich gestaltete Räume die Rahmenbedingungen zum Wohlfühlen schaffen können. Hast du zum Beispiel schon vom Snoozle-Raum gehört? Diesen Ruheraum bieten einige KiTas ihren Kindern an, damit sie entspannen können, wenn ihnen er Trubel zu viel wird und die anderen Kinder zu laut sind.

Auch weitere Räume können Teil des Kindergartens sein:

  • Werkstätten,
  • Bibliotheken,
  • Turnräume,
  • Klangwerkstätten,
  • Schlafräume,
  • Kunsträume,
  • Küchen,
  • usw.

bieten Kindern verschiedene Erfahrungen.

Zu jedem Raum gehören die entsprechenden Werkzeuge und Materialien. So ist die Klangwerkstatt mit verschiedenen Musikinstrumenten ausgestattet, die Küche mit kinderfreundlichen Kochutensilien, der Kunstraum mit reichlich Farbe, Glitzer, Perlen, Transparentpapier, Bändern, Klebern, Schablonen und Druckvorlagen.

Ein Kindergarten ist selten auf einen Raum begrenzt, sondern nutzt das gesamte Gebäude, um Kindern Entfaltungsmöglichkeiten zu geben. Manche Kindergärten haben sogar einen eigenen Garten oder Tiere wie Kaninchen und Meerschweinchen, die von den Kindern unter Anleitung der Erwachsenen gefüttert werden können.

9) Zusammentreffen von Familien

Nicht nur für die Kinder allein sind KiTas ein Ort der Zusammenkunft und des Miteinanders. Auch für Eltern bietet sich hier die Möglichkeit, andere Familien kennenzulernen. Das ist besonders dann toll, wenn sich auch die Kinder verstehen und man sich als gesamte Familie anfreundet. Für ausländische Eltern eröffnet sich eine Möglichkeit, deutsche Familien kennenzulernen und auch zugezogene Familien wie wir es waren, finden leichter Anschluss.

Als Familie weiß man die Kontakte mit anderen Eltern zu schätzen. So kann das eigene Kind nach der KiTa mal mit zu einem Freund gehen, wenn man selbst einen Termin hat. Familien mit älteren Kindern können Tipps zur Schulanmeldung geben oder man tauscht die Klamotten der Kinder aus. Ein soziales Netz ist immer von Vorteil.

10) Spezielle Förderung von Kindern

Manchmal merkt man es als Eltern nicht, manchmal fehlt die Zeit und manchmal das Know-How für die spezielle Förderung von Kindern. Einige sind motorisch nicht altersgemäß entwickelt, andere können sich sprachlich schlecht ausdrücken, wieder andere kochen immer wieder vor Gefühlen über. Erzieherinnen und Erzieher haben einen großen Erfahrungs- und Wissensschatz, sodass sie Kinder individuell fördern können und gemeinsam mit den Eltern eine Strategie planen können, wie man das Kind unterstützen kann.

Natürlich sind Erzieherinnen und Erziehern auch Grenzen gesetzt, doch dann können sie Eltern zumindest zu externen Fördermöglichkeiten raten. Manchmal hat man sogar das Glück und der Logopäde/die Logopädin kommt direkt in die Einrichtung. Alles in allem ist es sehr wertvoll, wenn eine fachkundige Person die Entwicklung der Kinder im Blick hat – immer vor dem Hintergrund natürlich, dass Kinder wie Erwachsene unterschiedlich sein dürfen. Entwicklungsverzögerungen sind kein Grund zur Panik, sie sollten lediglich beobachtet werden. Mit unserer Erzieherin habe ich über ein Jahr die Entwicklung meiner jüngsten Tochter beobachtet, die ein spezielles Wesen hat und ich bin sehr dankbar für den Austausch mit ihr zu dem Thema.

11) Freiheit, Entfaltung, Individualität

Welche Stimmung lässt sich heute bei Mohammed beobachten? Was mag Justin am liebsten und was tut Lara besonders gut? Im Kindergarten steht nicht nur die Gemeinschaft im Vordergrund, sondern jedes Kind wird als Individuum wahrgenommen, wertgeschätzt und durch gezieltes pädagogisches Handeln gestärkt. Meine große Tochter Maxi durfte mit 2 Jahren den Musikkurs besuchen, da sie – wenngleich noch nicht gut sprechen – doch sehr toll singen konnte. Meine kleine Tochter Purzelchen wurde für das Sportfest vorgeschlagen, weil ihre Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit bekannt war. Im Kindergarten ist jedes Kind eine kleine Persönlichkeit.

Geschichten erfinden

Bei Entwicklungsgesprächen mit der Erzieherin oder dem Erzieher erfahre ich sehr detailliert, wie es meinem Kind im Kindergarten geht und welche Eigenschaften besonders auffallen.

  • Was spielt es gern?
  • Mit wem spielt es gern?
  • Welche Räume nutzt es gern?
  • Welches Ereignis hat auf seine Zufriedenheit eingezahlt?

Ich merke in den Gesprächen, dass die Bezugspersonen mein Kind sehr gut kennen und ihm die Freiheit lassen, so zu sein, wie es ist. Seine Potentiale werden gefördert und es kann sich frei entfalten. In Sachsen studieren Erzieher*innen in der Erzieher-Ausbildung den sächsischen Bildungsplan, der die Grundlage für ihre Arbeit bildet. Nach diesem Leitfaden unterstützen sie unsere Kleinsten auf individuelle Art und Weise bei Ihrer Entwicklung und gestalten den Kindergarten als einen gesunden und stärkenden Raum.

Ich weiß, dass vieles in diesem Beitrag idealistisch gedacht ist und die Realität auch anders aussehen kann. Ich hoffe jedoch, dass die meisten Kinder und Eltern von den 11 Gründen profitieren können, die ich hier zusammengeschrieben habe. Ich sehe in Kindergärten tatsächlich kleine Traumländer, die fast unsichtbar in unserer gesellschaftlichen Mitte heranwachsen. Sie bringen unsere Kinder zum Strahlen, stärken ihr Selbstbewusstsein, ihre Empathie und unterstützen auf vielfältige Weise kindliche Bildungsprozesse.

Ist dir klar, was KiTas alles leisten?

deine

Schriftzug Dresden Mutti

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