Wie wäre ein Mehrweg-System für die Salatbar?

Wir alle beklagen uns über die vielen Plastikverpackungen und den unnötigen Müll, der an zahllosen Ecken und Enden anfällt. Zwar können wir unser Konsum-Verhalten teilweise anpassen, aber die Welt verändert es noch nicht. Oder kleiner gedacht: den Müll in Dresden.

Zero Waste: Wie können wir in Dresden den Müll reduzieren?

Der Mülleimer nach unserer Mittagspause auf Arbeit sieht häufig so aus:

Grund dafür ist eigentlich ein positiver: Viele Kolleginnen und Kollegen holen sich unten in der Altmarktgalerie Salat in der Salatbar. Frisch und gesund. Nur leider nicht sehr nachhaltig, was die Plastikverpackungen angeht. Daher schrieb ich REWE eine E-Mail:

Weniger Müll? Meine E-Mail an REWE:

„Liebes REWE-Team,
eure Salatbar ist ein tolles Angebot soweit. Gerade für die Mittagspause bietet es sich an, dort ein gesundes Essen selbst zusammen zu stellen. Der Verpackungsmüll, der dabei entsteht, ist allerdings erschreckend groß. Aus diesem Grund nutze ich die Bar bislang nicht.

Viele, viele Menschen tun es aber trotzdem und es entsteht jede Pause ein riesiger Müllsalat… Ich hänge mal ein Bild an. So schaut unser Mülleimer nach der Mittagspause aus. Es wäre wirklich wichtig und sinnvoll, diesen Plastik-Müllberg zu reduzieren.

Ich las, dass REWE plant(e), dass man auch eigene Behälter mitnehmen und befüllen lassen kann. Wie ist denn der Stand bisher?

Eine andere Idee: Statt einer eigenen Dose wäre doch auch ein Mehrweg-System denkbar? Was meint ihr?

Viele Grüße
Nadine“

 

Nutzt die Chance und bringt Ideen ein

Statt nur zu meckern habe ich zwei Vorschläge gemacht, wie man das Problem in den Griff bekommen könnte. Mein Favourit ist die Nummer 2, ein Mehrwegsystem. Ähnlich wie bei Pfandflaschen könnte man sich vor Ort Behälter ausleihen und dann nach dem Benutzen wieder zurückbringen oder die gleiche Dose immer wieder verwenden.

Alternativ wäre es auch denkbar, eigene Behälter mitzubringen wie in einem Unverpackt-Laden. Hier sehe ich das Problem, dass viele Leute nicht daran denken oder aus Bequemlichkeit doch die Wegwerf-Schale wählen. Wer schleppt schon eigene Dosen mit sich herum? Häufig entscheidet man auch ganz spontan, was man in der Mittagspause essen möchte.

Was sagt REWE zu den verpackunsfreien Vorschlägen?

Die Idee mit den eigenen Behältern sei schwierig umzusetzen. Grund dafür sind die schwierig einzuhaltenden Hygiene-Richtlinien, wobei es in Dresden auch einen Unverpacktladen gibt. Da füllt man auch alles in eigene Behälter ab…

Die Idee Nummer 2 wird weitergereicht. Das ist ja ohnehin meine Lieblingsidee gewesen. Vielleicht wird es also in Zukunft einmal Mehrweg-Behälter geben? Ich denke schon, dass es diese Gegenbewegungen gibt und Menschen lieber auf Verpackungen verzichten wollen – Wenn wir alle immer wieder nachhaken und am Ball bleiben, kann sich da noch viel tun!

Haltet die Augen auf und bringt eure Ideen ein!

Ihr habt auch Ideen? Dann schreibt dem verantwortlichen Kundenservice. Dass sich etwas zum positiven verändern kann, sehen wir daran, dass Plastiktüten z. B. inzwischen kostenpflichtig geworden sind. Wenn ihr also gute Ideen habt, dann nehmt euch die Zeit und teilt sie anderen mit. Wer weiß, welchen Stein ihr ins Rollen bringt.

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Hier die Ausführliche Antwort von REWE:

„Vielen Dank für Ihre Nachricht bezüglich Vermeidung von Verpackungsmüll an der Salatbar.

So nachvollziehbar der Wunsch ist, die Zubereitungen unserer Salatbars in ein mitgebrachtes Gefäß selbst abzufüllen, wird dies unter dem Gesichtspunkt des Verbraucherschutzes kritisch beurteilt und nicht als gebotene Option erachtet. Gemäß Lebensmittelhygiene-Verordnung (LMHV) muss jegliche nachteilige Beeinflussung von Lebensmitteln, die an andere abgegeben werden, ausgeschlossen sein. Hierfür Sorge zu tragen, liegt in der Verantwortung des Lebensmittelunternehmens, sprich dem REWE-Supermarkt. Der Verkauf von Lebensmitteln in von Kunden mitgebrachten Behältnissen ist zwar rechtlich nicht ausdrücklich verboten. Jedoch äußern Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter regelmäßig Bedenken aufgrund des unbekannten und schwer prüfbaren Hygienestatus der von Kunden mitgebrachten Behältnisse. Sie lehnen daher mehrheitlich eine Annahme von mitgebrachten Behältern und die Befüllung durch den Kunden oder auch Marktmitarbeiter grundsätzlich ab. Wenn REWE insofern der Empfehlung der Fach- und Aufsichtsbehörden folgt, handeln wir im Sinne des Verbraucherschutzes.

Für die REWE Group ist die Thematik Verpackungsmaterial von großer Bedeutung und fester Bestandteil des unternehmensinternen Nachhaltigkeitsmanagements. Wir sind uns unserer Verantwortung im Bereich des Natur- und Umweltschutzes bewusst und möchten in diesem Sinne die Entwicklung innovativer Verpackungen fördern. Dabei wird der Fokus auf die Reduktion von Verpackungsmaterial, den Einsatz nachhaltiger Rohstoffe und die Optimierung bestehender Verpackung aus nachhaltiger Sicht gesetzt, um einen ökologischen Beitrag leisten zu können. Das übergreifende Ziel der REWE Group ist dabei die Ressourcenschonung. Grundsätzlich wollen wir in Zukunft Verpackungsmaterial reduzieren wo möglich und das, was notwendig ist, um zum Beispiel den Produktschutz zu gewährleisten, nachhaltig optimieren. Dies kann beispielswiese über den Einsatz zertifizierter Rohstoffe oder die Nutzung alternativer Rohstoffe für Kunststoffverpackungen geschehen.

Um dieses Ziel zu erreichen setzen wir Schritt für Schritt Projekte um, die zu einer nachhaltigen Optimierung von Verpackungen führen. Beispiele wären hier die Recyclatinitiative oder gelasertes Obst und Gemüse.

 

Ihr Hinweis bezüglich eines Mehrwegsystems hat uns einen weiteren interessanten Anstoß gegeben. Gerne leiten wir diesen an unsere zuständigen Fachbereiche weiter. Wir beschäftigen uns laufend intensiv mit dem Thema und erproben mögliche Alternativen und neue Ideen.

Die Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist allerdings ein langfristiger Prozess, den wir oft nur in kleinen Schritten realisieren können. Denn trotz unserer nachhaltigen Ausrichtung betreiben wir bundesweit Vollsortiments-Supermärkte, die den „Massenmarkt“ als Zielgruppe haben und die vielfältigen Interessen der Kunden sowie der Lieferanten müssen berücksichtigt werden. Mögliche Verpackungsalternativen müssen auch im Logistikprozess praktikabel und wirtschaftlich vertretbar sein, sowie vom  Kunden positiv angenommen werden.

Aber seien Sie sicher – wir bleiben dran!

Ihr REWE QS-Kundenservice“

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