Recap Blogfamilia 2019: über Familienmenschen, Finanzen und gewaltfreie Erziehung

Fünf Jahre Blogfamilia sind Grund genug, um 6:10 Uhr an einem Samstag Morgen aufs Fahrrad zu steigen und den Hauptbahnhof in Dresden anzusteuern. Erst um 22 Uhr abends schob ich das Rad wieder in die entgegengesetzte Richtung durch den Hausflur – und dazwischen? Dazwischen erlebte ich so viel, das es kaum alles an einem Tag passiert sein kann.

Wie war die Atmosphäre auf der Blogfamilia 2019?

Blogfamilia Eingang

Kaum hatte ich den Eingangsbereich betreten, sah ich auch schon Lisa von Stadt, Land, Mama und entdeckte auch Alu von Große Köpfe, die mich mit einer Umarmung begrüßte. Was für ein herzlicher Empfang!

Trotzdem musste ich als Neuling erst einmal Anschluss finden, als ich den Eingangsbereich passiert hatte. Viele Familienblogger*innen kennen sich natürlich seit Jahren und für sie war es ein großes Wiedersehen. Es bildeten sich kleine Grüppchen.

Ich suchte erstmal den Weg zum Kaffee-Ausschank, wo ich Jenny von Berggeschwister kennenlernte, eine Berlinerin, die jetzt im Allgäu lebt. Nach und nach kam ich noch mit vielen anderen tollen Menschen ins Gespräch übers Bloggen oder über Elternthemen.

Meine drei Highlights auf einen Blick

Ein kleines Zwischen-Highlight vorab: Es war sowas von cool, dass Ju alias Wheelymum trotz des Bahn-Versagens bei der Konferenz dabei sein konnte. Die starke Community sie hat einfliegen lassen!

1. Wie bringe ich Eltern das Thema Finanzen näher?

Das Thema Finanzen liegt mir für meinen Blog am Herzen, doch ich weiß noch nicht, wie ich Eltern, dafür begeistern soll. Im Workshop von Martin Reimund (Union Investment) haben wir über „Die Familie und das liebe Geld“ gesprochen und ich habe mich auch später noch mit ihm und zwei Mitarbeiterinnen über die Wichtigkeit des Themas ausgetauscht.

Familie und Finanzen

Als ich anderen Mamabloggerinnen jedoch erzählte, dass ich im Finanzworkshop war, hörte ich die Reaktion: „Oh, das war bestimmt sehr trocken?“ So unbeliebt ist Geld… Es bereitet mir noch Kopfzerbrechen, wie ich über Finanzbildung/-planung schreiben soll, damit es auch GELESEN wird.

2. Den Fokus im Text direkter formulieren

In meinem zweiten Workshop „Schreiben lernen von der SZ“ bei Barbara Vorsamer hatten einige Teilnehmer vorab Texte eingereicht. Mein Text „Von einem Mann, der als Erzieher arbeiten wollte“ wurde als erstes besprochen. Ich hatte ihn zu Barbara geschickt, weil ich beim Schreiben nicht recht wusste, wie ich das Thema angehen sollte.

Vortrag SZ Blogfamilia

Barabara riet mir u.a. meine rhetorischen Fragen direkter zu formulieren wie zum Beispiel „Bundesweit fehlen bis zum Jahr 2025 mehr als 300.000 Erzieherinnen und Erzieher.“ oder „Wir haben einen Erzieher-Notstand!“ Mit Ironie solle man im Blog hingegen sparsam umgehen, rät sie, weil viele Leser*innen diese nicht verstehen.

3. Warum Erziehung ohne Strafen wichtig ist

In dem Vortrag über eine gewaltfreie Kindheit, gaben Nora Imlau und Katharina Saalfrank konkrete Tipps, wie wir ElternbBlogger*innen laut werden können.

Thema war auch eine „Erziehung ohne Strafen“, wie der Titel des Buches von Katharina Saalfrank lautet. Bei diesem Ansatz teilen sich die Überzeugungen der Eltern, wie man an den Zwischenfragen merkte: „Wie sollen Kinder dann an unser Gesellschaftssystem herangeführt werden, das voll von Strafen ist?“ oder „Soll ich mir etwa gefallen lassen, wenn mein Sohn mir Geld aus dem Portmonee klaut?“. Ich kenne diese Diskussionen, denn mein Mann und ich führen sie regelmäßig. (Ich erziehe ohne Strafen und er spricht gern eine nach der anderen aus…)

Wie kann ich aber meine Leser*innen für eine gewaltfreie Erziehung begeistern (ohne Strafen ect.)? Jedenfalls nicht mit Beiträgen über das perfekte Familienleben. Eltern müssen sich mit dem Blogger/der Bloggerin identifizieren können, um ein Thema für sich selbst annehmen zu können. hilfreich ist es, darüber zu schreiben, in welchen Situationen wir an unsere Grenzen kamen, geschimpft haben, genervt waren, nicht zugehört haben, bestraft haben ect. – und wie wir mit der Situation im Nachhinein umgegangen sind.

Wer war noch auf der Blogfamilia?

Auf der Blogfamilia waren zunächst die großartigen Organisatoren, die das ganze auf die Beine gestellt haben und einen gewaltigen Applaus verdienen: Laura von Heute ist Musik, Christian vom Familienbetrieb, Lisa von Stadt Land Mama, Thomas und Janni von Ich bin dein Vater und Alu von Große Köpfe.

Zudem habe ich Alex von Mama steht Kopf live kennengelernt, bei der ich zuvor schon häufig im Blog geschmökert habe.

Gern und viel geredet habe ich mit Jenny von Berggeschwister. Es ist so schade, dass wir uns am Ende verloren haben! Sie hat auch zwei Töchter und bloggt schon seit ein paar Jahren.

Wenn ich schonmal dabei bin: Auch mit Denise, der BloggerMumofthreeBoys, habe ich viel gequatscht. Auf dem Rückweg liefen Denise und ich dann noch Sina von MakiPaki in die Arme, mit der wir die Strecke bis zum Hauptbahnhof zurücklegten, bis sich unsere Wege dann trennten.

Oh, es waren so viele! Auch Viola von Mama und Co und Joanna von Frau Kakao durfte ich kennenlernen und bestimmt noch ein ganz paar mehr, die ich mir gerade entfallen sind.

Wen ich nicht vergessen darf: Nicole Staudinger (Bild unten, 3. von links) und Sebastian Fitzek (Bild unten, 2. von links). In sehr unterschiedlichen Impulsvorträgen haben sie uns darin bestärkt, nicht so streng mit uns selbst zu sein, und keine Zeit mit schlechter Kritik zu verschwenden.

Wir sehen uns nächstes Jahr wieder, ja?

Blogfamilia Award 2019: die Gewinnerinnen

Die Verleihung des Blogfamilia Awards habe ich leider nicht mehr mitbekommen, da ich schon wieder auf dem Rückweg nach Dresden war. Wie schade, denn sonst hätte ich noch Nieselpriem gesehen, die auch aus Dresden kommt und den Vortrag von BerlinMitteMom stellvertretend für diese gehalten hat.

In diesem Jahr haben gewonnen:

Herzlichen Glückwunsch den Gewinnerinnen! Juramama kannte ich bereits vorher und habe auch ihr Buch „Keine Kinder sind auch keine Lösung“ gelesen. Die anderen beiden Blogs habe ich mir nach der Verleihung genauer angesehen. Der Award ist wohl verdient!

Wir sehen uns dann nächstes Jahr!

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Schriftzug Dresden Mutti

2 Kommentare zu „Recap Blogfamilia 2019: über Familienmenschen, Finanzen und gewaltfreie Erziehung

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  1. Wie cool, dass du die Reise gemacht hast. War sicher auch anstrengend mit der zusätzlichen Bahnfahrt und alles an einem Tag. Tatsächlich bist du mir immer wieder aufgefallen aufgrund deiner genialen Strumpfhose!! Ich liebe sie. Du musst mir unbedingt verraten, wo du sie her hast 🙂

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    1. Hallo Sarah, die Strumpfhosen habe ich vor Jahren mal bei Deerberg gekauft (Naturmode), aber die gibt es da aktuell wohl nicht mehr. Ich habe gerade mal online nachgeschaut. Das Bahnfahren war am Ende tatsächlich sehr anstrengend; ich habe die ganze Zeit auf die Uhr geschaut, wann die 2 Stunden endlich vorbei sind und ich aussteigen darf.^^ Viele Grüße, Nadine

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