„Versponnen“ – Ich habe mein eigenes Spiel entwickelt! (Werbung)

  … und es war schwieriger als gedacht. Trotzdem hatte ich wahnsinnig viel Spaß bei dieser Aktion und kann nur jedem ans Herz legen, es mal selbst zu probieren. Tretet in die Fußstapfen der großen Spieleentwickler! #spielebastelparade

Bastel-Blogparade: Brettspiele selber basteln

Ich bin dem Aufruf zur Bastel-Blogparade von Spieltz gefolgt und habe mich an das coole Experiment gewagt, mein eigenes Brettspiel zu gestalten. Wie geil ist es, sein eigenes Spiel zu entwickeln? Dafür wollte ich kein vorhandes Spiel „neu denken“, sondern wirklich von Grund auf unter die Brettspiel-Entwickler gehen. Der Spieleverlag Spieltz schickte mir einen seiner Spiele-Dummys zu in der Größe 50×50 cm (ausgeklapptes Spielfeld). Spielplan und Schachtel bestehen aus starker Graupappe, die mit weißem Papier bezogen ist. Das Papier ist nicht lackiert, damit man es gut bemalen oder bekleben kann.
Spielebox
Blanko Spielebox von Spieltz
Die Idee: Man kann man sich voll auf den kreativen Prozess konzentrieren, wenn man sich ein Blanko-Spiel bei Amazon kauft. So bleibt mehr Zeit fürs Wesentliche und ich persönliche habe auch mehr Lust, kreativ zu sein, wenn ich schon etwas in Händen halte.

„Versponnen“ meine ersten Ideen

erste Idee Spiel Versponnen
einer der ersten Entwürfe
Bereits auf einem der ersten Entwürfe ist das Grundprinzip meines Spiel erkennbar: eine Spinne wird sich in Ihrem Spinnennetz bewegen und kleine Insekten jagen. In dieser Ursprungs-Idee hatte ich noch Zahlenwürfel im Sinn, die ich später wieder verwarf. Und ich verwarf so einiges…
Entwurf Versponnen
Versponnen – eine Spieleidee wächst heran
Meine ursprüngliche Vorstellung sah so aus, dass ich schnell das Spiel scribbel, bevor ich es auf den schönen Karton übertrage. Allerdings habe ich mich bei den Entwürfen leicht verzettelt und inzwischen flossen auch die Gedanken meines Mannes in das Spiel mit ein. Er hatte die Demo-Versionen zur Probe mitspielen müssen und war dann voll dabei.
Spiel Entwicklung
Viele Entwürfe später…

Endlich kommt das Spiel aufs Brett

Spiel bemalen
Mein Mann übernimmt das Spielbrett.
Meiner Erfahrung nach sollte man seine Projekte aber auch nicht zu sehr zergrübeln, sonst wird das am Ende nämlich nüscht. Als wir also eine Version erdacht hatten, die spannend und dynamisch, zugleich aber auch taktisch war, machten wir uns an die Umsetzung.

Aus dem Blanko-Spiel entstand eine nette Pärchen-Aktivität

Mein Mann übernahm das Spielbrett und ich die Schachtel sowie die Spinnen-Gestaltung.
Box basteln
Ich beklebe die Verpackung.
Design der Box
fertige Verpackung
Die Figuren, die man für sein eigenes Spiel braucht, dürfen natürlich auch nicht fehlen. Sollte ich Standard-Figuren nehmen oder selbst etwas entwickeln? Ich entscheid mich für einen Mix. Die Spinnen wollte ich selbst basteln, für die Insekten griff ich auf klassische Figuren zurück. Zudem kommt ein Farbwürfel aus einem Kinderspiel zum Einsatz.
Spinnen Figuren basteln
Das werden einmal Spinnen
Für die Körper der Spinnen verwendete ich Holzperlen, die ich schwarz bemalte und mit Fäden beklebte. Die Fäden sind nun Spinnenbeine, die bedrohlich über das Brett klettern können. „Versponnen“ ist kein Spiel für Menschen mit einer Arachnophobie.
Spinnen-Angriff
Spinne ist zum Angriff bereit

Wie funktioniert das Spiel?

Eine richtige Anleitung haben wir zugegeben noch nicht für das Spiel aufgeschrieben, aber es muss natürlich dringend nachgeholt werden, damit wir in 10 Jahren noch wissen, wie unser erstes Brettspiel überhaupt funktioniert. Jetzt sitzt noch alles fest im Gedächtnis. Ziel unseres Spiels ist es, sich aus dem Spinnennetz zu befreien. Über den Farbwürfel werden gleichzeitig alle (!) Spinnen bewegt und jeweils eins der Insekten, die ich in der Demo-Version noch Schmetterlinge nannte. Vielleicht bastel ich den Figuren noch Flügelchen?

Wer seine Figuren als erstes retten konnte, der gewinnt das Spiel.

Versponnen mein eigenes Spiel
Alles auf einen Blick
Wie eingangs erwähnt, habe ich nach meinem ersten Spiele-Projekt große Erfurcht vor Spieleentwicklern. Von der ersten Idee bis zu einem fertigen Spiel ist es ein langer Weg, in dem man viele Runden Probe spielt und ein ums andere Mal enttäuscht ist, denn ein Spiel braucht immer auch Nervenkitzel und die Freiheit, selbst für sein Glück sorgen zu können. Meine ersten Entwürfe und Ideen sahen auf dem Papier chic aus, erwiesen sich aber in Aktion als absolute Langeweile-Spiele. Das war niederschmetternd! Am Ende brachten mein Mann und ich in Teamwork aber ein sehr spielenswertes Spiel aufs Brett.

Der nächste Spieleabend kann kommen

Ich freue mich schon darauf, beim nächsten Spieleabend „Versponnen“ aus dem Regal zu holen. „Habt ihr Lust, VERSPONNEN zu spielen? Das kennt ihr nicht? Kein Wunder, das habe ich ja auch selbst erfunden.“
Versponnen Spiel von Dresden Mutti

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